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Patrick Hager erzielte das erste deutsche Tor beim Deutschland Cup © getty

Bei SPORT1 spricht Patrick Hager über das Abschneiden beim Deutschland Cup, seine Leistungen und die Aussichten für die WM.

Vom Deutschland Cup berichtet Rainer Nachtwey

München - Die WM im Mai, bei der die deutsche Nationalmannschaft mit Platz vier so hervorragend abgeschnitten hatte, war das Turnier von Shootingstar Dennis Endras - auch, wenn die das DEB-Team als Mannschaft überzeugte.

Während des Deutschland Cups waren die Jungspunde wie der Augsburger Darin Olver und Martin Buchwieser vom EHC München in aller Munde.

Deshalb erinnerte Bundestrainer Uwe Krupp nach dem Gewinn des Vier-Nationen-Turniers in der Münchner Olympiahalle die Verdienste der Arrivierten (Video: Uwe Krupp im Interview).

"Ich möchte unsere Führungsspieler heraus heben. Michael Wolf, Kai Hospelt, Patrick Hager haben immer überragend gespielt. Daran haben sich die anderen orientieren und hochziehen können", sagte Krupp.

Bei SPORT1 spricht Hager, der mit seinen 22 Jahren bereits auf 39 Länderspiele kommt über das Abschneiden beim Deutschland Cup, seine Leistungen und die Aussichten für die WM.

SPORT1: Herr Hager, die Mannschaft hat auch am dritten Tag des Deutschland Cups eine starke Leistung gezeigt. Besonders das erste Drittel gegen die Schweiz war beeindruckend. Was war das Erfolgsrezept?

Patrick Hager: Gegen die Slowakei haben wir am Anfang die letzte Konsequenz vermissen lassen. Außerdem haben wir viele Strafzeiten kassiert, was ihnen entgegengekommen ist. Gegen die Schweizer waren wir wesentlich disziplinierter und haben ihnen unser Spiel aufgezwungen. Deshalb haben wir auch verdient gewonnen.

SPORT1: Insgesamt war es wie bei der WM wieder eine überzeugende Mannschaftsleistung. Dabei waren viele neue und junge Spieler dabei.

Hager: Das zeigt dass wir super junge Spieler in Deutschland haben. Wenn die erfahrenen Jungs mal verletzt ausfallen, haben wir genug junge gute Leute im Hintergrund, die den gleichen Job erfüllen können. Das haben wir hier gezeigt. Um das deutsche Eishockey braucht man sich keine Sorgen zu machen. Wir sind alle hungrig und auf einem guten Weg".

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SPORT1: Waren Sie persönlich zufrieden mit Ihrer Leistung?

Hager: Ich habe mich gut gefühlt. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden und denke, dass auch jeder Einzelne mit seiner Leistung zufrieden sein kann. Es macht immer Spaß, für Deutschland zu spielen und es ist immer schön, mit den Jungs zusammenzukommen. Wir haben das Turnier gewonnen und das zählt am Ende. Deswegen sind wir happy.

SPORT1: Hat Trainer Krupp vor dem Turnier mit Ihnen geredet, dass Sie als einer der Erfahrenen mit fast 40 Länderspielen die Mannschaft führen sollen?

Hager: Nein, wir haben ja viele Erfahrene. Es waren zwar auch Jungs dabei, die vielleicht ihr erstes Länderspiel gemacht haben, die aber zahlreiche DEL-Spiele auf dem Buckel haben wie Daniel Pietta. Der ist ja auch kein Unerfahrener. Er hat letztes Jahr eine super Saison gespielt und auch in dieser zeigt er, was in ihm steckt.

SPORT1: Wie lässt sich der Erfolg der Nationalmannschaft erklären?

Hager: Es haben alle das Potenzial, auf internationalem Niveau zu spielen. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, um als Mannschaft erfolgreich zu sein. Wenn es in der Mannschaft passt - und das tut es - und wir als Mannschaft gut spielen, dann können wir so spielen wie in den letzten drei Tagen.

[kaltura id="0_b2bafvog" class="full_size" title="Deutschland gewinnt erneut den Deutschland Cup"]

SPORT1: Für Sie persönlich war es mit der DEB-Auswahl ein sehr ereignisreiches Jahr. Der Erfolg beim Deutschland Cup 2009, das überragende Ergebnis bei der WM im eigenen Land, jetzt die Titelverteidigung. Besser hätte es fast nicht laufen können (17 Tage im Mai: Die DVD zur Eishockey-WM im SPORT1-Shop).

Hager: Die letzten drei Jahre waren sehr positiv. Ich bin sehr froh deswegen, aber es steckt auch viel Arbeit dahinter. Ich habe das Vertrauen der Trainer, sowohl hier als auch im Verein, die mich auch in Situation auf das Eis bringen, in denen manch Trainer junge Spieler nicht bringt.

SPORT1: Waren die Leistungen beim Deutschland Cup eine Empfehlung für die WM in der Slowakei?

Hager: Die WM ist ein ganz eigenes Thema. Die Saison ist noch lang. Man muss gesund bleiben und seine Leistung bringen. Es kann immer viel passieren, aber momentan bin ich mit mir zufrieden und darauf kann man weiter aufbauen.

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