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Aleksander Polaczek (l.) spielt seit der Saison 2004/2005 für die Sinupret Ice Tigers © imago

Dank des 5:2-Erfolgs gegen die Slowakei hat die DEB-Auswahl vor dem abschließenden Match noch alle Trümpfe in der Hand.

Frankfurt - Die deutsche Nationalmannschaft hat sich beim Deutschland-Cup eindrucksvoll zurückgemeldet und ihre Chance auf den Turniersieg gewahrt.

23 Stunden nach dem 0:1 gegen die Schweiz besiegte das Team von Bundestrainer Uwe Krupp seinen Lieblingsgegner Slowakei nach einer deutlichen Leistungssteigerung in Frankfurt mit 5:2 (3:0, 1:1, 1:1).

Mit einem Erfolg im letzten Spiel am Sonntag in Mannheim gegen Kanada könnte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) sogar noch ihr Heimturnier erstmals seit 1996 gewinnen.

Wolf eröffnet Torreigen

Vor 6200 Zuschauern brillierte vor allem die Paradereihe um den DEL-Torschützenkönig Michael Wolf.

Der Iserlohner, dem Krupp gegen die Schweiz eine Pause gegönnt hatte, brachte die DEB-Auswahl schon in der vierten Minute in Führung.

Seine Sturmkollegen Philip Gogulla von den Kölner Haien (10.) und Michael Hackert von den Mannheimer Adlern (24.) sowie der Hamburger Deutsch-Kanadier Richard Mueller (20. und 46.) erzielten die weiteren Tore zum vierten Sieg in Folge gegen die Slowaken.

Angstgegner Deutschland

Für den WM-13., der sechs der letzten sieben Duelle mit der deutschen Mannschaft verlor, trafen Ivan Kolozvary (38.) und Frantisek Skladany (41.).

Die Slowakei, die am Sonntag auf die Schweiz trifft, hatte ihre erste Partie 2:5 gegen Kanada verloren.

Den "Ahornblättern", die auch die Eidgenossen mit 3:0 besiegten, reicht gegen die DEB-Auswahl bereits ein Punkt zum vierten Triumph beim Deutschland-Cup nach 2000, 2002 und 2005.

Etliche Torchancen

"Die Slowakei versucht einen Generationswechsel und hat eine junge Mannschaft", hatte Krupp vor dem Spiel gesagt und sein Team gewarnt:

"Sie sind laufstark, haben viel Spielwitz und sind eine Mannschaft, die sehr gut improvisiert."

Doch die DEB-Auswahl ließ den Gegner überhaupt nicht ins Spiel kommen, setzte ihn von Beginn an unter Druck und kreierte eine Vielzahl von Torchancen.

Gleich die erste nutzte Wolf, der einen Alleingang mit seinem 19. Länderspieltor abschloss.

Nachdem der Berliner Andre Rankel an Torhüter Jan Laco gescheitert war (8.), verwertete Gogulla ein geniales Zuspiel von Hackert zum 2:0.

Unnötige Spannung

Danach führte die DEB-Auswahl die Slowaken regelrecht vor und hätte noch deutlicher führen können.

Zunächst scheiterte Wolf zweimal an Laco (13.), dann konnte der Krefelder Patrick Hager einen Alleingang in Unterzahl nicht erfolgreich abschließen (18.).

Elf Sekunden vor der ersten Drittelpause bewies Mueller einmal mehr seine Torjägerqualitäten.

Der Deutsch-Kanadier hatte bereits beim 3: 0 am Mittwoch gegen Kanada in seinem ersten Länderspiel zwei Treffer erzielt.

Nach dem 4:0 durch Hackert nach schönem Zuspiel von Wolf hatte Mueller in Unterzahl sogar das fünfte Tor auf dem Schläger, doch der Hamburger scheiterte an Laco.

So wurde es nach den beiden Gegentoren noch einmal spannend, bis Mueller doch noch in Unterzahl traf.

Die Statistik zum Spiel:

Deutschland - Slowakei 5:2 (3:0, 1:1, 1:1)Tore: 1:0 Wolf (3:43), 2:0 Gogulla (9:56), 3:0 Richard Mueller (19:49), 4:0 Hackert (23:12), 4:1 Kolozvary (37:50), 4:2 Skladany (40:40), 5:2 Richard Mueller (45:27)Schiedsrichter: Partanen (Finnland), Piechaczek (Finning)Zuschauer: 6200Strafminuten: Deutschland 16 - Slowakei 16

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