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Martin Buchwieser (l.) gab beim Deutschland- Cup 2010 sein Debüt für den DEB © getty

Weil auch das kleine Finale verloren geht, bildet Deutschland beim Slovakia-Cup das Schlusslicht. Der DEB ist dennoch zufrieden.

Bratislava - Die stark ersatzgeschwächte deutsche Nationalmannschaft hat beim Slovakia-Cup in Bratislava auch den dritten Platz verpasst.

Beim Testturnier für die WM im Frühjahr an gleicher Stelle unterlag das Team von Bundestrainer Uwe Krupp im kleinen Finale Weißrussland 2:4 (1:1, 1:1, 0:2).

Im Halbfinale hatte es ein 1:4 (0:0, 1:2, 0:2) gegen Gastgeber Slowakei gegeben, der im Finale am Samstagnachmittag auf die Schweiz trifft.

Krupp war dennoch zufrieden mit der Vorstellung seines Teams. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Krupp: "Glück fehlt"

"Unsere junge Mannschaft hat sich überraschend gut geschlagen und sich gegen eine eingespielte weißrussische Mannschaft über lange Strecken im Spiel gehalten. Durch unnötige Strafzeiten haben wir es uns selbst schwer gemacht, unseren Rhythmus beizubehalten. Im Schlussabschnitt hat uns dann auch das nötige Glück gefehlt", sagte der Bundestrainer.

Insgesamt sei es für seine Auswahl "eine gute Erfahrung" gewesen zu sehen, wie eng es auf hohen internationalen Niveau zugehe.

"Die Mannschaft musste sich im Verlauf des Spiels enorm steigern und hat dies auch getan. Sonst hätten wir gegen diese gestandene KHL-Mannschaft keine Chance gehabt", sagte Krupp.

Reindl: "Hut ab vor superjunger Mannschaft"

Auch DEB-Sportdirektor Franz Reindl äußerte sich positiv: "Trotz der mit viel Pech erlittenen Niederlage im letzten Spiel dieser Woche gegen Weißrussland hat mich unsere superjunge Nationalmannschaft durch ihre starken, kompakten und geschlossenen Auftritte überzeugt. Hut ab, denn das internationale Geschäft ist hart."

Vor 2000 Zuschauern in der WM-Arena in Bratislava, die noch einer Baustelle gleicht, hatte die junge Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in den ersten beiden Dritteln jeweils einen Rückstand wieder ausgeglichen.

Buchwieser erzielt den Ausgleich

Der Münchner Marin Buchwieser traf in der 16. Minute genau zehn Minuten nach dem weißrussischen Führungstreffer von Alexej Jefimenko zum 1:1.

Alexander Weiss von den Eisbären Berlin sorgte in der 31. Minute für das 2:2, nachdem Artiom Kisli (25.) Weißrussland erneut in Front gebracht hatte.

Für die Entscheidung sorgten im Schlussabschnitt schließlich Alexander Pawlowitsch, der in der 45. Minute wie beim 2:1 eine Überzahlsituation ausnutzte, sowie Sergei Demagin (56.).

Weiss hat Pech

Weiss hatte drei Minuten vor Schluss Pech, als sein Schuss vom weißrussischen Torhüter Andrej Mesin ans Lattenkreuz gelenkt wurde. (17 Tage im Mai: Die DVD zur Eishockey-WM im SPORT1-Shop)

Vor der WM (29. April bis 15. Mai) bleiben Krupp nach dem kleinen Finale am Samstag noch sechs Vorbereitungsspiele im April.

Das Spiel im Stenogramm

Deutschland - Weißrussland 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)

Tore: 0:1 Yefimenko (5:34), 1:1 Buchwieser (15:34), 1:2 Kisly (24:41), 2:2 Alexander Weiss (30:37), 2:3 Pavlovich (44:34), 2:4 Demagin (55:53)

Schiedsrichter: Konc/Müllner (beide Slowakei)

Zuschauer: 2000

Strafminuten: Deutschland 24 plus 10 Disziplinar (Hager) - Weißrussland 17 plus 10 Disziplinar (Stas) plus 20 Disziplinar (Stas)

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