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Dennis Endras wurde bei der Heim-WM 2010 zum MVP des Turniers ausgezeichnet © getty

Bundestrainer Uwe Krupp fehlt gegen Österreich ein Großteil des Kaders. Hinter WM-Held Dennis Endras steht ein Fragezeichen.

Von Rainer Nachtwey

München/Rosenheim - Die ersten Niederlagen hat Bundestrainer Uwe Krupp bereits einstecken müssen, bevor er mit seinem Team überhaupt in die Vorbereitung auf die Eishockey-WM in der Slowakei eingestiegen ist.

Mit NHL-Spieler Marcel Goc, Kapitän der Erfolgsmannschaft bei der Heim-WM, Leistungsträger Patrick Hager und DEL-Top-Scorer Darin Olver werden dem scheidenden Coach beim Turnier in Bratislava und Kosice (vom 29. April bis 15. Mai LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) drei Fixpunkte nicht zur Verfügung stehen.

Das Trio ist verletzt, Aussicht auf eine rechtzeitige Rückkehr ist ausgeschlossen.

Endras zieht es nach Minnesota

Und auch hinter dem Einsatz des 2010-Erfolgsgaranten Dennis Endras steht ein dickes Fragezeichen. (17 Tage im Mai: Die DVD zur Eishockey-WM im SPORT1-Shop)

Während sich seine DEB-Teamkollegen derzeit in Rosenheim (Do., ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) und Landshut (Fr., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) mit Testspielen im Rahmen der Euro Hockey Challenge gegen Österreich auf die WM vorbereitet, weilt der Augsburger Keeper in Nordamerika.

Endras verlängerte erst Mitte März seinen Vertrag bei den Minnesota Wild um ein weiteres Jahr und steht möglicherweise noch diese Saison vor seinem Debüt in der NHL.

Eine Rückkehr zur WM ist dennoch möglich, da die Wild nur noch theoretische Chancen auf die Playoffs haben.

Große Veränderung seit Slovakia Cup

Während Endras seine Karriere in Nordamerika vorantreibt, geht die Nationalmannschaft mit einem veränderten Gesicht in die Vorbereitung.

Aus dem Kader des Slovakia Cup Mitte Februar sind mit Endras ehemaligen Augsburger Teamkollegen Benedikt Kohl und Hamburgs Jerome Flaake lediglich zwei Akteure für die Spiele gegen Österreich nominiert.

Buchwieser trainiert nur

Der verletzte Münchner Martin Buchwieser wird als Dritter immerhin mit der Mannschaft trainieren, zum Einsatz kommt er nicht. "Dann sehen wir, ob er seine Verletzungspause bis zur WM aufholen kann", sagt Krupp.

Der EHC-Stürmer, der beim Deutschland Cup sein Debüt im DEB-Dress gegeben hatte, laboriert seit Anfang Februar an einem Muskelriss im Oberschenkel.

Greiss wartet auf Freigabe

Der Hauptgrund für die vielen Wechsel im deutschen Kader sind jedoch die noch laufenden Playoffs in der DEL. Krupp stehen nur derzeit nur Spieler der Klubs Augsburg, Hamburg, Iserlohn, München, Nürnberg und Straubing zur Verfügung.

Zudem fehlt Schweden-Legionär Thomas Greiss noch die Freigabe von seinem NHL-Klub San Jose. "Ich denke, er kommt in der nächsten Woche", macht DEB-Sportdirektor Franz Reindl Mut.

Ein Center fehlt

Die ohnehin schon große Problemstelle Mittelstürmer sorgt beim Bundestrainer daher für Kopfzerbrechen. Alex und Björn Barta werden die Position in den ersten beiden Reihen einnehmen, Debütant Simon Fischhaber in der vierten.

Einer für die dritte Sturmformation fehlt. "Deshalb werden wir einen Spieler umfunktionieren", sagte Krupp der "Eishockey News".

Sechs Neulinge im Kader

Neben dem Nürnberger Fischhaber geben auch sein Teamkollege Alexander Oblinger, die Münchner Kevin Lavallee, Rene Kramer und Sebastian Elwing sowie der Straubinger Benedikt Brückner ihre Debüts.

Aber Krupp setzt auch auf Erfahrung: "Wir brauchen jetzt Spieler wie Adrian Grygiel oder Björn Barta, die auf diesem Niveau schon gespielt haben."

Österreich ohne Vanek

Insbesondere da die Saison in Österreich weiter fortgeschritten ist als die der DEL und Trainer Bill Gilligan damit mehr Spieler zur Verfügung stehen. "Österreich wird uns alles abverlangen", weiß Krupp um die Stärke des Nachbarn vor dem Duell in Rosenheim.

Aber auch sein Gegenüber kann bei weitem nicht aus dem Vollen schöpfen. Wie Krupp fehlen Gilligan die NHL-Spieler, allen voran Österreichs Superstar Thomas Vanek vom Jochen-Hecht-Klub Buffalo Sabres.

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