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Deutschland startet mit einem Schützenfest in die WM-Vorbereitung © getty

Gegen Österreich feiert das Krupp-Team ein Kantersieg. Ein Ice Tiger trifft drei Mal. Reindl will das Spiel "nicht überbewerten"

Rosenheim - Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Kantersieg in die Vorbereitung auf die WM in der Slowakei gestartet.

Knapp vier Wochen vor ihrem Auftaktspiel am 29. April gegen Russland in Bratislava gewann die DEB-Auswahl gegen Österreich mit 7:0 (1:0, 2:0, 4:0).

Vor 3200 Zuschauern in Rosenheim erzielten im zugleich ersten Spiel der inoffiziellen Europameisterschaft der gute Adrian Grygiel von den Nürnberg Ice Tigers (3), Tobias Wörle von den Iserlohn Roosters, Thomas Oppenheimer von den Hamburg Freezers, Martin Schymainski vom EHC München und dessen Vereinskollege Kevin Lavallee die Treffer.

Beide Mannschaften spielen am Freitag in Landshut (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) erneut gegeneinander.

"Heute haben wir das umgesetzt, was wir in den letzten Tagen einstudiert haben, und wir haben wirklich gut gespielt", sagte Uwe Krupp bei SPORT1.

Der Bundestrainer freute sich vor allem über die gute Chancenverwertung: "Im internationalen Eishockey ist es für uns immer ein Problem, dass wir im Vergleich mit den Teams, mit denen wir in der Rangliste kämpfen, nicht so viele Tore schießen. Aber heute hat es gut geklappt. Die Scheiben sind durchgerutscht, und die Jungs haben haben hart dafür gearbeitet."

Trotz des hohen Sieges war die Vorstellung für Krupp keineswegs perfekt: "Gerade im ersten Durchgang war es noch recht eng. Wir haben recht glücklich das Tor geschossen, Österreich hatte auf meinem Zettel eigentlich die besseren Chancen. Dimitrij Pätzold war da, wenn wir in gebraucht haben. Im zweiten Drittel waren wir besser, im letzten waren wir gut."

Grygiel mit der Führung

Ähnlich sah es auch Franz Reindl.

"Das war am Anfang nicht so klar, wie es am Ende ausgeschaut hat. Die Mannschaft hat sich im Spielverlauf enorm entwickelt. Dimitri Pätzold war im Tor ein riesiger Rückhalt. Man darf das Spiel nicht überbewerten", sagte der Sportdirektor.

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In Abwesenheit der Spieler der verbliebenen Playoff-Teilnehmer der DEL Wolfsburg, Berlin, Düsseldorf, Krefeld und Hannover standen in Michael Wolf aus Iserlohn und dem bisherigen Hamburger Alexander Barta lediglich zwei Mitglieder des letztjährigen WM-Kaders auf dem Eis.

In Szene setzten konnte sich beim Kampf um die Plätze im WM-Kader vor allem die zweite Sturmreihe, die ausschließlich aus Akteuren der Nürnberg Ice Tigers bestand: Grygiel erzielte dabei in seinem vierten Länderspiel seine ersten Treffer überhaupt und brachte Deutschland zunächst mit 2:0 in Führung (7./21.). (17 Tage im Mai: Die DVD zur Eishockey-WM im SPORT1-Shop)

Zwei Tore in 13 Sekunden

Der auffälligste Unterschied zwischen beiden Mannschaften war die Chancenverwertung.

Während die spielerisch zunächst keineswegs unterlegenen Österreicher selbst aus bester Position das deutsche Tor verfehlten oder an Schlussmann Dimitri Pätzold von den Straubing Tigers scheiterten, nutzen die DEB-Auswahl kaltschnäuzig ihre Gelegenheiten.

Wörle erhöhte just in dem Moment auf 3:0 (32.), als ein Österreicher von der Strafbank kam. Gleich zu Beginn des Schlussdrittels nutzte die Grygiel eine 5:3-Überzahl zum 4:0 (41.).

Oppenheimer und Schymainski trafen danach innerhalb von 13 Sekunden (52./53.). Lavallee setzte den Schlusspunkt (57.).

Österreich beginnt stark

Die Österreicher, bei denen ebenfalls noch die Playoff-Halbfinals laufen, hatten vor allem im ersten Drittel sogar die besseren Chancen.

Pätzold erwies sich aber von Beginn an als sicherer Rückhalt, ebenso in der Anfangsphase des zweiten Drittels, als die DEB-Auswahl mehr als eineinhalb Minuten lang mit zwei Mann in Unterzahl spielen musste, allerdings auch dank ihres Schlussmanns nicht bestraft wurde.

Nach dem vierten Gegentreffer ließen die trotz des Rückstands lange gleichwertigen Österreicher dann aber deutlich nach und fielen beinahe auseinander.

Auftakt zur Euro Hockey Challenge

Der Auftakt zur WM-Vorbereitung war für beide Mannschaften zugleich die erste Partie der zwei Spielzeiten dauernden Euro Hockey Challenge, bei der im Frühjahr 2012 ein inoffizieller Europameister feststeht.

Die deutsche Auswahl trifft im Rahmen der ersten Saison nach dem zweiten Spiel gegen Österreich noch auf Schweden (6. und 8. April in Halmstad und Göteborg) und Finnland (14. und 15. April in Bremerhaven und Nordhorn).

Die WM-Generalprobe bestreitet die Mannschaft von Krupp am 25. April gegen Weißrussland in Köln.

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