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Pätzold (l.) zeigte in den Testspielen gegen Österreich und Schweden starke Leistungen © imago

Gegen Weltmeister Schweden überzeugt das Krupp-Team über weite Strecken. Überbewerten will der Sportdirektor das Turnier nicht.

Halmstad/München - Manchmal fühlt sich eine Niederlage auch wie ein kleiner Sieg an.

Nach dem 1:2 der Nationalmannschaft bei Turin-Olympiasieger Schweden in der neu eingeführten Euro Hockey Challenge war im deutschen Lager von Trübsal keine Spur.

"Der Wettbewerb bringt uns insgesamt sehr viel, weil wir durch die Spiele gegen Weltklasse-Gegner merklich näher an die Weltspitze herankommen", sagte DEB-Sportdirektor Franz Reindl.

Zwar kassierte die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp ohne ihre Akteure der vier DEL-Halbfinalisten gegen den achtmaligen Weltmeister die erste Niederlage im laufenden Wettbewerb, trotzdem machte die Leistung vor 3137 Zuschauern in Halmstad Hoffnung.

Ein Punkt wäre verdient gewesen

"Im ersten Drittel mussten wir uns erst an das sehr hohe internationale Tempo der Schweden gewöhnen, haben uns bis zum zweiten Drittel aber gut ins Spiel gekämpft und waren im Schlussabschnitt sogar über weite Strecken überlegen", sagte Krupp.

Und der scheidende Bundestrainer fügte an: "Die Mannschaft hat insgesamt eine überzeugende Leistung gebracht und am Ende hätten wir einen Punkt auf jeden Fall verdient gehabt."

Pätzold mit tollen Paraden

Selbst schwierige Phasen wie ein 3:5-Unterzahlspiel meisterte die Mannschaft souverän. "Die Spieler wollen gegen die starken Mannschaften nicht als Kanonenfutter enden, deswegen kämpfen sie um jeden Zentimeter", sagte Reindl.

Besonders Torhüter Dimitri Pätzold habe durch starke Paraden auf sich aufmerksam gemacht.

"Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen"

Außerdem sei es bemerkenswert, dass die deutsche Auswahl keine langweiligen Abwehrschlachten herausfordert, sondern ein eigenes Spiel aufzieht.

"Es macht einfach Spaß, ihnen zuzuschauen, weil sie jeden Meter auf dem Eis nutzen. Die Tendenz für die Zukunft ist gut, man sollte die Ergebnisse aus der Challenge aber auch nicht überbewerten", erklärte Reindl.

Deutschland hatte die ersten beiden Partien gegen Österreich gewonnen.

Finnland-Partien fast ausverkauft

Bereits am Freitag (ab 19.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) kommt es in Göteborg zum zweiten Duell mit den Schweden (17 Tage im Mai: Die DVD zur Eishockey-WM 2010 im SPORT1-Shop).

Am 14. April empfängt das Krupp-Team dann Finnland in Bremerhaven, am 15. April kommt es in Nordhorn zu einem zweiten Vergleich (beide Spiele LIVE im TV auf SPORT1). Beide Spiele sind fast ausverkauft.

[kaltura id="0_x82nsu0p" class="full_size" title="DEB: Zweiter Streich gegen Austria"]

Europas zwölf beste Teams

"Die Vorfreude auf die Heimspiele ist groß, denn uns erwartet eine tolle Atmosphäre und ein starker Gegner, gegen den wir vor unseren Fans an die Leistungen gegen Schweden anknüpfen wollen", sagte Reindl.

Die Euro Hockey Challenge ist ein neues Wettbewerbsformat der europäischen Top-12-Nationen.

Neben Deutschland und Österreich nehmen Russland, Schweden, Finnland, Tschechien, die Schweiz, die Slowakei, Weißrussland, Norwegen, Lettland und Dänemark teil.

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