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Dennis Endras wurde bei der WM 2010 als MVP und bester Torhüter ausgezeichnet © imago

Bei der Euro Hockey Challenge verliert die DEB-Auswahl auch das dritte Spiel in Folge. Keeper Endras verhindert Schlimmeres.

Bremerhaven - Gut zwei Wochen vor dem WM-Auftakt (29. April bis 15. Mai LIVE im TV auf SPORT1) hatte die deutsche Nationalmannschaft gegen ihren Angstgegner keine Chance.

Im drittletzten Vorbereitungsspiel verlor das Team von Bundestrainer Uwe Krupp in Bremerhaven gegen Finnland 2:4 (0:1, 0:1, 2:2) und kassierte gegen den Weltmeister von 1995 die zehnte Niederlage in Folge.

Noch ohne die Nationalspieler der Düsseldorfer EG und der DEL-Finalisten Eisbären Berlin und EHC Wolfsburg (Interview: Pavel Gross) hielt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen den Weltranglistenvierten dennoch lange Zeit gut mit, war trotz zweier später Treffer vor dem Tor zu harmlos.

"Finnland spielte auf einem Niveau, das wir nicht gewohnt sind. Wir hatten zwar ein paar Chancen, aber offenbar nicht genug. Und man braucht einfach ein paar mehr Chancen, wenn man eine Mannschaft wie Finnland schlagen will", sagte Krupp bei SPORT1.

Vor 4278 Zuschauern erzielten Jarkko Immonen (14.), Janne Pesonen (33.) und Teemu Pulkkinen (52./55.) die Treffer zum 68. finnischen Sieg im 107. Vergleich. Marcus Kink (59.) und Frank Mauer (60.) (beide Adler Mannheim) trafen für Deutschland.

Dritte DEB-Pleite in Folge

Während die Nordeuropäer ohne ihre NHL-Profis ihre Bilanz in der neuen Euro Hockey Challenge auf 15 Punkte in fünf Spielen ausbauten, rutschte die deutsche Mannschaft in der inoffiziellen Europameisterschaft nach der dritten Niederlage in Folge weiter ab.

Nach den Siegen gegen Österreich (7:0, 4:2) (Spielbericht) hatte die DEB-Auswahl ihre beiden Gastspiele beim achtmaligen Weltmeister Schweden (Spielbericht) knapp verloren (1:2, 0:2).

Nächstes Duell mit drei weiteren Stars

Am Freitag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) trifft das Krupp-Team in Nordhorn erneut auf die Finnen.

Dann gehen auch die beiden Nordamerika-Legionäre Korbinian Holzer und Marcel Müller, die in der abgelaufenen Saison vorwiegend in der AHL bei den Toronto Marlies gespielt hatten, aufs Eis.

Auch Torjäger Michael Wolf durfte am Donnerstag noch pausieren.

Generalprobe gegen Weißrussland

Die WM-Generalprobe steigt am Ostermontag (16.15 Uhr) in Köln gegen Weißrussland. Erster Gegner bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei ist am 29. April Vizeweltmeister Russland (29. April bis 15. Mai LIVE im TV auf SPORT1).

(17 Tage im Mai: Die DVD zur Eishockey-WM 2010 im SPORT1-Shop)

Die DEB-Auswahl, in der erstmals in der WM-Vorbereitung der Krefelder Daniel Pietta mitwirkte, begann mit viel Schwung und setzte die Finnen unter Druck.

[kaltura id="0_lk9bcieu" class="full_size" title="Highlights Deutschland unterliegt Finnland"]

Viele Fehler beim Krupp-Team

Zählbares sprang aber dabei nicht heraus. Selbst in zwei Überzahlsituationen geriet das Tor der Gäste kaum in Gefahr. Im Gegenteil: Mit zunehmender Spielzeit häuften sich die Flüchtigkeitsfehler im deutschen Team.

Als der Finne Janne Lahti auf der Strafbank saß, verlor der Straubinger Tobias Draxinger am eigenen Tor den Puck, Immonen nahm das Geschenk dankend an. Nach einem Abspielfehler von Alexander Barta im eigenen Drittel wäre beinahe zwei Minuten später das 0:2 gefallen, doch Tommi Huhtala setzte den Puck knapp über die Latte (16.).

Gogulla verfehlt das leere Tor

Torhüter Dennis Endras von den Augsburger Panthern bekam jetzt deutlich mehr zu tun - auch, weil sich seine Teamkollegen die ersten Strafzeiten leisteten.

So rettete der WM-Held von 2010 mehrmals in höchster Not. Aber auch die Gastgeber kamen zu ihren ersten hochkarätigen Torchancen. Zunächst scheiterte Mauer in Unterzahl nach einem Solo an Torhüter Petri Vehanen (22.), dann verfehlte der Mannheimer nach Zuspiel von Philip Gogulla das leere Tor (27.).

Späte Tore besiegeln DEB-Niederlage

Ihre dritte Überzahl nutzten die Finnen eiskalt zum 2:0: Juuso Puustinen bediente Pesonen, der Endras keine Chance ließ. Auch im Schlussdrittel bemühte sich das DEB-Team weiter, wirkte vor dem Tor aber zu unentschlossen.

Effizienz bewies der Gegner: Pulkkinen sorgte mit seinen späten Toren für die Entscheidung. Kink und Mauer gelang nur noch Ergebniskosmetik.

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