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Flügelmann Frank Mauer (l.) spielt seit 2008 bei den Adlern aus Mannheim © imago

Mit einem fulminanten Blitzstart überrascht das Krupp-Team die starken Finnen und schafft die Revanche. Das Toronto-Duo überzeugt.

Nordhorn - Mit dem ersten Sieg seit 16 Jahren gegen ihren Angstgegner Finnland hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zwei Wochen vor dem WM-Auftakt (29. April bis 15. Mai LIVE im TV auf SPORT1) ein Ausrufezeichen gesetzt.

Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp bezwang in seinem vorletzten WM-Test nach überzeugender Leistung den Weltmeister von 1995 mit 4:2 (3:0, 1:1, 0:1).

Damit beendete die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) eine schwarze Serie von zehn Niederlagen gegen die Finnen.

Gogulla verschießt Penalty

Vor 2686 Zuschauern in Nordhorn spielte der WM-Vierte anders als bei seiner 2:4-Niederlage 24 Stunden zuvor (Spielbericht) wie aufgedreht und kam durch Tore des Ingolstädters Christoph Gawlik (7.), der Kölner Philip Gogulla (10.) und Christoph Ullmann (11.) sowie des NHL-Profis Korbinian Holzer von den Toronto Maple Leafs (21.) zum 26. Erfolg im 108. Vergleich.

Krupp lobt beide Teams

Der Bundestrainer lobte nach der Partie bei SPORT1 die Leistung beider Teams: "Finnland stand kompakt und hat die Räume eng gemacht. Die Finnen spielen so, wie wir eigentlich spielen wollen, nur ein bisschen stärker. Aber heute waren wir besser. Die Mannschaft hat wirklich eine riesen Leistung gezeigt und von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft."

"Die Mannschaft wächst zusammen"

Vor der anstehenden WM bringt der Erfolg gegen den Angstgegner ordentlich Selbstvertrauen: "Das ist ein guter Schritt für uns, aber wir sind natürlich eine Mannschaft, die noch kein WM-Spiel absolviert hat. Wir haben ein gutes Zeichen gesetzt und langsam wächst die Mannschaft zusammen."

Gogulla verschoss zudem einen Penalty (57.). Ihren letzten Sieg gegen Finnland hatte die DEB-Auswahl am 19. April 1995 (3:2) gefeiert.

Finnland mit erster Niederlage

Für die Nordeuropäer, die noch ohne ihre NHL-Profis antraten, trafen lediglich Mikko Mäenpää (23.) und Jarkko Immonen (41.). Während die Finnen damit im sechsten Spiel der neuen Euro Hockey Challenge erstmals als Verlierer vom Eis gingen, glich die deutsche Mannschaft ihre Bilanz in der inoffiziellen Europameisterschaft auf drei Siege und drei Niederlagen aus.

Krupp hatte erstmals die beiden Nordamerika-Legionäre Holzer und Marcel Müller aufgeboten, die am Donnerstagabend zum Team gestoßen waren.

[kaltura id="0_jzmog4r4" class="full_size" title="Highlights Deutschland bezwingt Finnland"]

Das Duo hatte den Großteil seiner ersten Kanada-Saison im AHL-Team Toronto Marlies verbracht. Erneut nur auf der Tribüne saß der Iserlohner Torjäger Michael Wolf.

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DEB-Team mit Blitzstart

"Wir haben die Tore nicht zum richtigen Zeitpunkt geschossen", hatte der Bundestrainer nach der Niederlage am Vorabend noch bemängelt. Diesmal traf die DEB-Auswahl nicht erst in der Schlussphase, sondern schon sehr früh: Innerhalb von vier Minuten legte sie drei Tore vor, die allesamt schön herausgespielt und clever vollendet waren.

Zunächst verwertete Gawlik eine mustergültige Vorarbeit des Krefelders Daniel Pietta, dann setzte Gogulla den Puck in den Winkel. Schließlich spielte der Ingolstädter Thomas Greilinger Ullmann frei, der problemlos das 3:0 erzielte.

Pätzold mit anfänglicher Nervosität

Der Mannheimer Manuel Klinge hatte wenig später sogar noch den vierten Treffer auf dem Schläger, scheiterte aber an Torhüter Niko Hovinen.

Im DEB-Tor machte der Straubinger Dimitri Pätzold zunächst einen sehr nervösen Eindruck. Mit zunehmender Spielzeit wurde der 28-Jährige jedoch sicherer.

NHL-Duo in Hochform

Nur sechs Sekunden nach Wiederbeginn legte das Toronto-Duo nach: Nach Zuspiel Müllers erhöhte Holzer auf 4:0.

"Marcel Müller und Korbinian Holzer haben sich von Beginn an perfekt ins Team integriert", analysierte Krupp die Leistung der Legionäre.

Als Mäenpää mit einem Schlenzer von der blauen Linie vorbei an Freund und Feind verkürzte, war Pätzold die Sicht versperrt, beim zweiten finnischen Treffer machte er allerdings keine gute Figur.

Vor der WM-Generalprobe am Ostermontag gegen Weißrussland bezieht die deutsche Mannschaft am kommenden Dienstag ihr letztes Trainingslager in Köln.

Krupp lässt Personalfrage offen

Dann stoßen auch die Düsseldorfer Stürmer Daniel Kreutzer und Patrick Reimer dazu. Wer von den beiden DEL-Finalisten EHC Wolfsburg und Eisbären Berlin noch auf den WM-Zug aufspringen könnte, ließ Krupp offen.

"Es müssen bewährte Kräfte sein", sagte er und ergänzte: "Es wird immer schwerer, in die Mannschaft zu kommen, weil die Zeit zur Anpassung immer kürzer wird."

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