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Den deutschen Spielern (hier Felix Schütz, r.) fehlte vor dem Tor das Glück © getty

Das DEB-Team verliert den letzten Test vor der WM. Das Pech klebt den Deutschen am Schläger. Der Video-Beweis muss merhmals helfen.

Köln - Vier Tage vor dem Auftakt der Weltmeisterschaft hat die deutsche Nationalmannschaft die Generalprobe verpatzt.

Das DEB-Team erabschiedete sich mit einem 2:3 (0:0, 1:1, 1: 2) in ihrem letzten Test in Köln gegen Weißrussland zur WM in der Slowakei.

Am Rande gab Franz Reindl seine Vertragsverlängerung als Generalsekretär bis 2014 bekannt (News).

Vor 7730 Zuschauern erzielten der Berliner Frank Hördler (32.) und der Wolfsburger Kai Hospelt (59.) die Tore für die DEB-Auswahl, die am Freitag (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 ) gegen Vizeweltmeister Russland in Bratislava in die WM startet. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Offensivspiel hakt

"Es war das erwartet unangenehme Spiel. Wir haben streckenweise ganz gut gespielt, aber nicht über 60 Minuten", sagte der scheidende Bundestrainer Uwe Krupp nach der Niederlage.

Für die Weißrussen trafen der überragende NHL-Profi Michail Grabowskij von den Toronto Maple Leafs (33. und 44.) und Andrej Stepanow (45.).

Das Team des scheidenden Bundestrainers Uwe Krupp schloss damit seine Vorbereitung mit der vierten Niederlage im siebten Spiel ab. Vor allem in der Offensive lag noch vieles im Argen.

"Der Unterschied war, dass die Weißrussen in Überzahl ihre Chancen genutzt haben, wir nicht", so Krupp: "Vielleicht war es aber auch nicht schlecht, dass wir verloren haben. Dann haben wir jetzt mehr Ruhe, und es wird nicht zu viel von uns erwartet."

Mannschaft erstmals komplett

Beim letzten WM-Test konnte Krupp erstmals auf sein komplettes Team zurückgreifen.

Vom deutschen Meister Eisbären Berlin waren die Verteidiger Constantin Braun und Hördler sowie Stürmer Andre Rankel hinzugestoßen.

Torwart Jochen Reimer, Abwehrspieler Christopher Fischer und Angreifer Kai Hospelt vom Vize EHC Wolfsburg und die beiden Düsseldorfer Daniel Kreutzer und Patrick Reimer waren ebenso neu im Team. Nicht zum Einsatz kam der Mannheimer Marcus Kink.

[kaltura id="0_jzmog4r4" class="full_size" title="Sensationssieg gegen Finnland"]

Grabowskij beschäftigt Endras

Im Tor erhielt der Augsburger Dennis Endras, der WM-Held im Vorjahr, den Vorzug.

Der künftige Nordamerika-Profi ist auch Top-Kandidat für die Nummer eins in der Slowakei. Über mangelnde Arbeit konnte er sich nicht beklagen.

Vor allem wenn Grabowskij auf dem Eis stand, wurde es vor dem deutschen Tor gefährlich.

Schwächen beim Powerplay

Die deutsche Mannschaft offenbarte dagegen in der Offensive viele Schwächen. So ließ sie in der Anfangsphase 89 Sekunden in 5:3-Überzahl ungenutzt verstreichen.

Auch in anderen Powerplay-Situationen fehlte der Zug zum Tor. die beste Chance hatte Felix Schütz nach einem Doppelpass mit Hördler.

Weißrussischer Doppelschlag

Bezeichnenderweise traf ein Verteidiger: Hördlers Schlagschuss von der blauen Linie überwand den ehemaligen DEL-Torwart Andrej Mesin.

Nur wenige Sekunden später hatte Christoph Ullmann das 2:0 auf dem Schläger, doch Mesin rettete (33.). Endras, der zuvor ein paarmal glänzend gehalten hatte, war dnach machtlos, als Grabowskij den Puck in den Winkel schlenzte.

Dann schlugen die Weißrussen innerhalb von 22 Sekunden zweimal im Powerplay zu - zunächst bei 5:3, dann bei 5:4.

Videobeweis beim Anschlusstreffer

In den Schlussminuten wurde es noch einmal spannend. Krupp nahm Endras zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, Hospelt erzielte in Überzahl den Anschlusstreffer.

Die Schiedsrichter entschieden nach Videobeweis auf Tor. Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.

Einer muss gehen

Krupp strich nach dem Spiel keinen Spieler aus dem Kader und bricht mit dem 26-köpfigen Aufgebot am Dienstag nach Bratislava auf.

Vor dem Auftakt am Freitag muss der Kader auf 23 Akteure reduziert werden, zwei weitere Spieler dürfen in der zweiten Runde aufs Eis.

Nach dem Eröffnungsspiel gegen Russland, das zugleich Revanche für das Halbfinale in Köln (1:2) im vergangenen Jahr ist, trifft die DEB-Auswahl in der Vorrundengruppe A auf Gastgeber Slowakei und Slowenien. Die ersten Drei erreichen die Zwischenrunde, der Letzte muss in die Relegation.

Das Spiel im Stenogramm:

Deutschland - Weißrussland 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)

Deutschland: Endras (Augsburger Panther) - Braun (Eisbären Berlin), Krueger (SC Bern); Fischer (EHC Wolfsburg), Hördler (Eisbären Berlin); Goc (Adler Mannheim), Lavallee (EHC München); Holzer (Toronto Maple Leafs), Dietrich (Adler Mannheim); Reul (Alder Mannheim) - Wolf (Iserlohn Roosters), Hospelt (EHC Wolfsburg), Rankel (Eisbären Berlin); Müller (Toronto Maple Leafs), Ullmann (Kölner Haie), Greilinger (ERC Ingolstadt); Kreutzer (Düsseldorfer EG), Barta (Hamburg Freezers), Patrick Reimer (Düsseldorfer EG); Gogulla (Kölner Haie), Schütz (ERC Ingolstadt), Tripp (Kölner Haie); Mauer (Adler Mannheim). Weißrussland: Mezin - Stasenko, Denisov; Goroshko, Kolosov; Ryadinski, Kostyuchyonok; Korobov - Ugarov, Meleshko, Grabovski; Mikhalyov, Pavlovich, Drozd; Stepanov, Stas, Gotovets; Demagin, Kovyrshin, Kitarov. Tore: 1:0 Hördler (32:00), 1:1 Grabovski (32:55), 1:2 Grabovski (43:55), 1:3 Stepanov (44:17), 2:3 Hospelt (58:07) Schiedsrichter: Piechaczek (Finning), Brill (Zweibrücken) Zuschauer: 7730 Strafminuten: Deutschland 12 - Weißrussland 14 plus Disziplanar (Mikhalyov)

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