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Christoph Ullmann sieht die Slowakei unter besonderem Druck © getty

Trotz der Verstärkung durch Superstar Marian Hossa geht die Slowakei mit einem mulmigen Gefühl ins Duell mit Krupps Mannen.

Aus Bratislava berichtet Rainer Nachtwey

Bratislava - Michal Handzus passt auf Marian Hossa, der zieht direkt ab und vollendet mit einem satten Schuss in den Winkel.

So stellen sich die deutschen Akteure den Abend nicht vor, wenn die Nationalmannschaft auf die Slowakei trifft (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

Gut, dass es nur im Vormittagstraining der Gastgeber war. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Denn das NHL-Duo von Titelverteidiger Chicago Blackhawks und den Los Angeles Kings verstärkt nach dem Ausscheiden ihrer Klubs in den NHL-Playoffs ab dem zweiten Gruppenspiel den slowakischen Kader.

Hossa nun im Doppelpack

"Mit den beiden sind wir in der Offensive noch stärker", sagt Marcel Hossa, Bruder des nachnominierten Marian Hossa, bei SPORT1.

Die slowakischen Journalisten kämpften an der Bande um die besten Plätze, als Hossa erstmals das Eis der Orange Arena in Bratislava betrat: Der Stanley-Cup-Champion mit den Chicago Blackhawks war bereits im September als das Gesicht der WM vorgestellt worden.

Mit Hossa und Handzus laufen nun zwei absolute Kracher mehr für die mit NHL- und KHL-Spielern gespickten Slowaken auf.

Ullmann gibt sich kess

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Dennoch ist der deutschen Mannschaft nicht angst und bange. "Wir haben Respekt vor ihnen, aber keine Angst. Sie spielen vor heimischem Publikum, stehen daher unter Druck", sagt Christoph Ullmann bei SPORT1.

Wobei der Gegner nach dem etwas glücklichen Erfolg gegen den krassen Außenseiter Slowenien etwas befreiter aufatmen kann.

"Der Druck ist jetzt etwas weg", sagt Josef Stümpel bei SPORT1. "Aber gegen Deutschland wird es ein sehr schweres Spiel."

Auch Halak mit Respekt

Der Respekt vor der deutschen Mannschaft ist gestiegen, wobei für Hossa der Erfolg Deutschlands keine Überraschung war: "Sie sind eine schwer zu spielende Mannschaft. Das haben die Russen erfahren müssen. Da hatten sie es auch verdient, zu gewinnen." (Spielbericht)

[kaltura id="0_jcl8b95e" class="full_size" title="Historischer Erfolg ber Russland"]

Auch Keeper Jaroslav Halak weiß, was ihn gegen die Auswahl von Bundestrainer Uwe Krupp erwartet. 391186(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

"Sie haben den Russen in der Defensive keinen Raum gelassen. Es wird sicherlich ein ähnliches Spiel. Wir müssen uns darauf konzentrieren, besser in der Verteidigung zu stehen", sagt der Torwart der St. Louis Blues bei SPORT1.

Pätzold statt Endras im Tor

Dort hatte die erfahrende Mannschaft den Slowenen zu viel Freiraum gelassen.

So fiel auch der Führungstreffer der Slowenen, als Ales Kranjc an der eigenen blauen Linie den Puck aufnahm, zum Solo ansetzte und Halak die Scheibe durch die Schoner schob.

Halaks Gegenüber wird im zweiten Vorrundenspiel Dimitri Pätzold sein. Der Straubinger Keeper ersetzt Dennis Endras, der von Krupp eine Pause erhält.

Mauer nachnominiert

"Dimitri hat in der Vorbereitung hervorragend gespielt und er bekommt seine Chance", sagt Bundestrainer Uwe Krupp.

Und Pätzold will gegen die Slowaken an die starke Vorstellung seines Teamkollegen anknüpfen: "Dennis' Leistung gegen die Russen ist für mich Ansporn", sagt der ehemalige NHL-Legionär.

Seine Chance erhält auch Frank Mauer. Den Stürmer der Mannheimer Adler nominierte Krupp kurzfristig nach: "Wir gehen mit einem 13. Stürmer in die Partie", verrät der Bundestrainer SPORT1.

Reimer als dritter Keeper

An der Ausrichtung der Reihen nimmt er allerdings keine Veränderung vor. Zudem meldete der DEB den dritten Keeper Jochen Reimer bei der IIHF und komplettierte damit den Kader.

Was auch bedeutet: Erst nach der Vorrunde hat Krupp wieder die Möglichkeit, zwei weitere Akteure zu berufen. Dann sollen die Neuen in der Zwischenrunde angreifen.

Dafür könnte unter der Voraussetzung eines Sieges nach regulärer Spielzeit, der deutschen Mannschaft gegen die Slowaken bereits ein Punkt zum Einzug reichen. Einen Zähler geben die Spieler jedoch nicht als Ziel aus. "Wir gehen in das Spiel, um es zu gewinnen", sagt Pätzold.

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