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Felix Schütz (r.) erzielte gegen die Slowakei den vierten deutschen Treffer © getty

Im letzten Gruppenspiel gegen Slowenien will das DEB-Team Selbstvertrauen für die Zwischenrunde tanken. Endras kehrt zurück.

Aus Bratislava berichtet Rainer Nachtwey

Bratislava - Groß waren die Befürchtungen der Verantwortlichen vor dem Finale um den Gang in die Abstiegsrunde gewesen.

Ein Entscheidungsspiel gegen Aufsteiger Slowenien (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) ist die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp aus dem Weg gegangen (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Viel mehr noch. Sie hat die Erwartungen aller übertroffen und steht nach Siegen über Rekordweltmeister Russland und Gastgeber Slowakei bereits als Sieger der Vorrundengruppe A und als Zwischenrundenteilnehmer fest (VIDEO: Die Reaktionen).

Slowenien in der Abstiegsrunde

"Vorher heißt es: Das Spiel der Spiele ist am Dienstag gegen die Slowenen, aber jetzt...", sagt DEB-Präsident Uwe Harnos und strahlt über die gezeigten Leistungen seines Teams.

"So ein Spiel wollten wir vermeiden", sagt Kapitän Michael Wolf, "was dann passieren kann, haben wir 2009 in Bern erlebt."

Statt des Duells mit Finalcharakter geht es nun für beide Mannschaften um nichts mehr. Slowenien muss nach den zwei Niederlagen den Gang in die Abstiegsrunde nehmen.

Kein Zurücklehnen

Die deutsche Mannschaft geht die Partie dennoch ernsthaft an, auch wenn Krupp das Vormittagstraining strich. "Es wird schwer, die Spannung zu halten", weiß auch der Bundestrainer.

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"Wir können uns nicht zurücklehnen. Es geht nicht, dass man dann in der Zwischenrunde einfach den Schalter von schlecht auf gut spielen umlegt", meint der Torschütze zum 4:0 aus dem Slowakei-Spiel Felix Schütz (393356DIASHOW: Deutschland - Slowakei).

Stattdessen heißt es weiterhin Selbstvertrauen tanken für die Zwischenrunde.

Endras kehrt ins Tor zurück

Gegen die Slowenen kehrt daher auch wieder Dennis Endras ins Tor zurück.

Der Augsburger hatte beim 4:3 am Sonntagabend gegen die Slowakei (Spielbericht) pausiert, nachdem er zum Auftakt beim 2:0 gegen Russland eine herausragende Leistung geboten hatte.

[kaltura id="0_4prpubqm" class="full_size" title="John Tripp im SPORT1 Interview"]

Lettland oder Dänemark

Während bereits alle Teilnehmer der Gruppe A für die Zwischenrunde feststehen - am Abend (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) spielen die Slowakei und Russland nur die Punkte aus, die sie in die nächste Runde mitnehmen - muss die deutsche Mannschaft noch auf den dritten Gegner aus der D-Staffel warten.

Nach ihren jeweils zweiten Erfolgen qualifizierten sich auch Titelverteidiger Tschechien und Ex-Weltmeister Finnland, Lettland und Dänemark spielen am Mittwoch (16 Uhr) im direkten Duell noch den dritten Platz aus.

Verlierer als ersten Gegner

Deutschlands erster Zwischenrunden-Gegner am Freitag (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) ermitteln Tschechien und Finnland. Es wird der Verlierer und somit Zweite der Gruppe D sein.

Anschließend entscheiden am Samstag (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) die Duelle mit dem Dritten und am Montag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) mit der Nummer eins der Gruppe D über den Einzug ins Viertelfinale.

Platz acht winkt

Mit der Teilnahme an der Runde der letzten Acht könnte die DEB-Auswahl einen Sprung in der Weltrangliste machen.

Nach dem 4:3 gegen die Slowakei hat die Krupp-Truppe den achten Platz im Visier. Vor Turnierbeginn lag Deutschland nur 20 Punkte, umgerechnet einen WM-Platz, hinter dem Achten Slowakei.

Nur fünf Punkte vor Weißrussland

Für das Olympia-Turnier in Sotschi qualifizieren sich die ersten Acht der Weltrangliste direkt, da Rekordweltmeister Russland als Gastgeber aber gesetzt ist, die ersten Neun.

Zugrunde gelegt wird das Ranking des Weltverbandes IIHF nach der WM im nächsten Jahr in Schweden und Finnland. Zehnter ist aktuell Weißrussland mit nur fünf Punkten Rückstand auf die DEB-Auswahl.

Allerdings hat der WM-Gastgeber 2014 seine ersten beiden Vorrundenspiele verloren und kaum noch Chancen, das Krupp-Team in diesem Jahr einzuholen.

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