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Das DEB-Team konnte alle drei Vorrundenspiele für sich entscheiden © getty

Deutschland bewahrt auch gegen Slowenien seine weiße Weste und bleibt ungeschlagen. Hördler entscheidet die Partie.

Aus Bratislava berichtet Rainer Nachtwey

Bratislava - Drittes Spiel, dritter Sieg: Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM in der Slowakei ungeschlagen in die Zwischenrunde eingezogen.

Gegen Aufsteiger Slowenien gewann die bereits als Gruppensieger feststehende DEB-Auswahl mit 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Shootout (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

"Es war ein harter Test. Wir waren zwar immer am Drücker, trotzdem musst du diese Mannschaft erstmal knacken", erklärte Coach Uwe Krupp gegenüber SPORT1.

Kapitän Michael Wolf (36.), Felix Schütz (46.) und Frank Hördler mit dem entscheidenden Penalty erzielten die Treffer der Truppe von Bundestrainer Uwe Krupp.

"Ich glaube, dass uns der Sieg unglaublich helfen wird für die nächste Runde", sagte Siegtorschütze Hördler. Ziga Jeglic (5.) und Rok Ticar (29.) hatten die Slowenen mit 2:0 in Führung gebracht.

Slowenien geht in Führung

"Es wird schwer, die Spannung zu halten", hatte Bundestrainer Uwe Krupp bereits vor dem Gruppenfinale angekündigt, und so trat seine Mannschaft auch auf.

Sie fand schwer ins Spiel, hatte Probleme mit dem Spielaufbau. Dem Team war anzumerken, dass die letzten paar Prozent fehlten 395253(DIASHOW: Bilder des Spiels).

"Es war heute schwierig emotional von Beginn an da zu sein. Mit 60 Schüssen haben wir ja alles versucht. Heute hat manchmal einfach in den entscheidenden Situationen auch das Glück gefehl", meinte Korbinian Holzer zu SPORT1.

So war es nicht verwunderlich, dass sie sich nach fünf Minuten im Hintertreffen wiederfand. Jeglic hatte von der Torlinie den Puck aufs Tor gebracht und von Kevin Lavallees Oberkörper, der von Robert Sabolic bedrängt wurde, sprang die Scheibe ins Tor.

Dennis Endras, der nach der Pause gegen die Slowakei wieder das deutsche Tor hütete, war machtlos.

DEB-Team tut sich schwer

Die Führung spielte den abwartenden Slowenen in die Karten. Die DEB-Auswahl entwickelte im Laufe des ersten Drittels mehr Druck, die erste zwingende Chance ließ jedoch auf sich warten.

In der 15. Minute hatte Jubilar Wolf den Ausgleich auf dem Schläger.

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Nach einem Schuss von Lavallee prallte der Rebound dem Kapitän an die Brust, den Puck traf er aber beim runterfallen nicht richtig, so dass Sloweniens Keeper Robert Kristan nicht eingreifen musste.

Kristan hält

Die Chancen der Krupp-Truppe nahmen jedoch zu. Christoph Ullmanns Pass versuchte Thomas Greilinger per Tipp-In zu verwerten (17.), aber Kristan war auf dem Posten.

Anschließend hatte Kreutzer die Möglichkeit zum 1:1 (20.), sein Schuss aus kurzer Distanz nach feiner Vorarbeit von Patrick Reimer, verfehlte das Tor um Zentimeter.

Endras stark

Auch die Chance im Powerplay, mit dem die deutsche Mannschaft das zweite Drittel begann, blieb ungenutzt. Vielmehr verhinderte Endras den zweiten Gegentreffer.

Erst reagierte er in Unterzahl nach einer Direktabnahme (24.) glänzend, anschließend erforderte ein Handgelenksschuss Ticars aus kurzer Distanz (27.) nach einer Nachlässigkeit von Constantin Braun die Reaktionsfähigkeit der Fanghand.

[kaltura id="0_qe3xosdr" class="full_size" title="Gruppensieg statt Klassenerhalt"]

Ticar erhöht

Bei Sloweniens drittem gefährlichen Angriff war aber dann auch Endras machtlos.

Sabolic kurvte hinter das Tor, passte zurück in en Slot, wo Ticar die Scheibe direkt nahm und zum 2:0 versenkte (29.).

Jubilar Wolf trifft

Die Chance zum Anschluss bot sich der deutschen Mannschaft direkt im Anschluss im Powerplay. Robert Dietrich, Korbinian Holzer, John Tripp und Michael Wolf feuerten auf den slowenischen Kasten, die Scheibe wollte einfach nicht über die Torlinie.

Dies war dann dem Jubilar vorbehalten. Erneut in Überzahl bugsierte der Kapitän den Puck nach einer Vorlage von Andre Rankel ins slowenische Tor (36.).

"Man hat in den ersten beiden Spielen gesehen, dass jeder für den anderen kämpft und keiner das Spiel hergeben will. Wir wollen jedes Spiel gewinnen", betonte Wolf bei SPORT1.

Schütz mit dem Ausgleich

Nach dem Anschlusstor blieb die deutsche Mannschaft dran und drückte auf den Ausgleich. Das Torschussverhältnis von 39:13 nach den zweiten 20 Minuten verdeutlichten die deutschen Bemühungen.

Diese wurden im letzten Durchgang mit dem 2:2 (46.) belohnt. Schütz verwertete nach Justin Kruegers Schuss den Abpraller von der Bande.

Verlängerung dank Endras

Nach dem Ausgleich verlor die Krupp-Truppe an Schwung und Endras verhinderte in Unterzahl zweimal die erneute slowenische Führung Partie glänzend.

Erst kurz vor Schluss kam die Krupp-Truppe erneut zu zwingenden Chancen. Erst scheiterte Barta an Kristan (57.), anschließend Philip Gogulla im Nachschuss.

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit rettete Endras sein Team mit einer spektakulären Parade gegen David Rodman (60.) in die Velängerung.

Hördler entscheidet Partie

Dort hatte Krueger in der 63. Minute die große Chance, das Spiel zu beenden, nach starker Vorarbeit von Wolf scheiterte er aber am slowenischen Keeper, so dass die Begegnung im Penaltyschießen entschieden werden musste.

Nachdem zwischenzeitlich David Rodman und Patrick Reimer die Goalies überwunden hatten, beendete Hördler mit dem siebten Penalty die Partie.

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