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Mikkel Boedker (M.) trägt auch bei den Phoenix Coyotes die Nummer 89 © getty

Deutschlands Gegner Dänemark muss auf drei Leistungsträger verzichten. Den Rekordweltmeister bringen sie ins Schwitzen. Das Porträt.

Aus Bratislava berichtet Rainer Nachtwey

Bratislava - Dänemark ist bei der Eishockey-WM in der Slowakei Deutschlands zweiter Zwischenrunden-Gegner (Sa., ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

Nach zwei deutlichen Niederlagen gegen Finnland (1:5, Bericht) und Titelverteidiger Tschechien (0:6, Bericht) entschied die Mannschaft um den Berliner Mads Christensen das Spiel um den Zwischenrundeneinzug gegen die favorisierten Letten mit 3:2 nach Shootout (Bericht) für sich.

Überragender Akteur dabei war Christensen.

Der Eisbären-Stürmer erzielte beide Tore und verwandelte den entscheidenden Penalty gegen den ehemaligen Duisburger Keeper Edgars Masalskis.

Bei der knappen 3:4-Niederlage gegen Rekordweltmeister Russland zum Auftakt der Zwischenrundengruppe E schrammte die Auswahl von Trainer Per Bäckmann nur knapp an einer Sensation vorbei.

Mit 2:1 führte der Eishockey-Zwerg nach dem ersten Drittel, ehe die Tore zwei und drei von Sergei Zinowjew den Favoriten auf die Siegerstraße brachte (DATENCENTER: Der WM-Spielplan) .

Für die Dänen ist es nach dem nach dem Aufstieg aus der B-Gruppe 2002 die neunte A-WM in Serie.

Die Fakten im Überblick

Team

"Das ist eine sehr, sehr junge Truppe", beschreibt Kapitän Morten Green sein Team. "Für die halbe Mannschaft ist es die erste WM. Die sind alle noch ganz grün hinter den Ohren" Umso höher sei das Erreichen der Zwischenrunde einzuschätzen.

Mit Mikkel Boedker steht nur einer der vier dänischen NHL-Cracks im WM-Kader. Lars Eller (Montreal), Peter Regin (Ottawa) und Frans Nielsen (New York Islanders) verzichteten auf die Titelkämpfe.

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Gerade das Trio Regin, Nielsen und Eller hatte großen Anteil am bis dato besten WM-Ergebnis, als Dänemark Platz 8 bei der WM in Deutschland erreichte und dabei Finnland und die USA besiegte.

Großer Rückhalt ist Keeper Frederik Andersen. Lettlands Stürmer ließ er trotz Dauerbeschusses (Schussverhältnis 14:5), verzweifeln und parierte auch alle vier Penaltys.

Star

Mikkel Boedker: Die Phoenix Coyotes wählten den Flügelstürmer beim Draft 2008 an 8. Stelle, was ihn zum höchstgedrafteten Dänen der NHL-Geschichte machte.

Nach einem erfolgreichen Rookie-Jahr 2008 mit 28 Punkten und der Teilnahme beim NHL YoungStars Game 2009 pendelte der 22-Jährige die letzten beiden Spielzeiten zwischen dem AHL-Farmteam San Antonio und den Coyotes hin und her. Beim 0:4-Sweep Phoenix? in der ersten Playoffrunde gegen Detroit erzielte er einen Punkt (STATISTIK: Goalgetter und Hexer).

[kaltura id="0_u1pkrs3o" class="full_size" title=" Trainer machen berragenden Job "]

Sein Treffer zum 2:1 gegen die Russen war sein erster im Turnier. Der zwei Jahre ältere Bruder Mads steht ebenfalls im WM-Kader.

Größte Erfolge

WM: 8. Platz (2010)Olympische Spiele: keine Teilnahme

WM-Abschneiden seit 2000

2000: 21. Platz (B-WM)2001: 22. Platz (B-WM)2002: 18. Platz (B-WM)2003: 11. Platz2004: 12. Platz2005: 14. Platz2006: 13. Platz2007: 10. Platz2008: 12. Platz2009: 13. Platz2010: 8. Platz

Letzte WM-Spiele gegen Deutschland

2000: 2:3-Niederlage2005: 3:2-Sieg2009: 3:1-Sieg2010: 1:3-Niederlage

SPORT1-Experte Rick Goldmann

"Die Dänen haben gegen Lettland gezeigt, dass sie in den entscheidenden Augenblicken hellwach sind. Sie zeigen eine unangenehme Spielweise, ein sehr geradliniges Eishockey, ähnlich dem der deutschen Mannschaft: in der Defensive sehr taktisch geprägt, gleichzeitig unheimlich aggressiv auf den Körper. Dennoch sollte für die deutsche Mannschaft ein Sieg drin sein."

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