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Andre Rankel wurde gegen Finnland zum "Spieler des Spiels" gewählt © getty

Nach der Penalty-Pleite gegen Finnland und Tschechiens Sieg steht das DEB-Team vor dem Dänemark-Duell im Viertelfinale.

Aus Bratislava berichtet Rainer Nachtwey

Bratislava - Nur kurz stellten sich die deutschen Spieler in der Mixed Zone den Journalisten.

Nicht wegen des Ergebnisses. Denn das war ausgesprochen positiv.

Zwar verlor die DEB-Auswahl 4:5 nach Penaltyschießen gegen Finnland (Bericht), der eine Punkt bedeutete - verbunden mit der 2:3-Niederlage der Slowakei gegen Tschechien (Bericht) -die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale.

Vielmehr wartet auf das Team von Bundestrainer Uwe Krupp bereits 22 Stunden nach der ersten Niederlage im Turnier das Duell mit Dänemark (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

"Das war ein unglaubliches Erlebnis"

Die wenige Zeit, die der Mannschaft zwischen den beiden Begegnungen bleibt, wollte die Akteure zum Wiederaufladen der Kräfte nützen.

"Essen, auslaufen, Hotel fahren, Mitternachtssnack, Trainieren, Videoanalyse, Spielvorbereitung", beschrieb Bundestrainer Uwe Krupp das straffe Programm zwischen den Duellen.

Trotz der Niederlage - und ohne zu wissen, wie das Abendspiel ausging - war die Stimmung der Spieler außerordentlich positiv in der Mixed Zone.

"Das war ein unglaubliches Erlebnis", sagte Marcus Kink, der für Daniel Kreutzer ins Team gerückt war, nach seinem ersten WM-Spiel bei SPORT1.

"Wir waren sehr nah dran. Nachdem der Punktgewinn feststand, waren wir sehr erleichtert, aber wir wollten den zweiten Punkt, unbedingt die Hymne hören", führte der WM-Debütant weiter aus (DATENCENTER: Der WM-Spielplan) .

Drei Dusel-Tore für Finnland

Dass es dazu nicht gereicht hat, lag einerseits an Mikko Koivu, der im Shootout zwei Penaltys gegen seinen künftigen Teamkollegen in Minnesota Dennis Endras verwandelte.

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Zum anderen führte Krupp dies auf die "lucky bounces" zurück.

Bei drei Toren nahm der Puck einen unglücklichen Verlauf, so dass er am Ende im Kasten von Endras landete.

"Er hat ja alles rausgefischt"

"Dennis hat wieder überragend gehalten. Die Schüsse, die er parieren konnte, hat er pariert - sogar noch ein paar mehr", meinte Sportdirektor Franz Reindl zur Leistung des Augsburger Keepers (STATISTIK: Goalgetter und Hexer).

Endras haderte kurz mit dem Schicksal: "Es war einer dieser Tage, an dem der Puck für die Finnen gesprungen ist. Da muss man als Torwart durch."

[kaltura id="0_bugjcpog" class="full_size" title="Krupp: Haben uns gut geschlagen"]

Reindl interpretierte die glücklichen Tore auf eine andere Art und Weise. "Anders war Dennis anscheinend nicht zu bezwingen. Er hat ja alles rausgefischt."

Krupp hingegen sah es als Konsequenz: "Die Tore waren sicherlich glücklich, aber die Finnen haben auch unheimlich viel Druck ausgeübt."

"Krieg gleich eine Gänsehaut"

Seiner Truppe zollte der Bundestrainer wieder großen Respekt: "Wie die Mannschaft dieses frühe Tor nach 13 Sekunden weggesteckt und gegen eine Mannschaft angekämpft hat, die wie ein Kanonenschlag losgelegt hat, ist sehr beeindruckend."

Und Kink wurde gleich anders. "Dieses Mannschaftsgefühl auf dem Eis, die Unterstützung der Trainer ? ich krieg gleich eine Gänsehaut", meinte der Mannheimer.

Punkt "wie ein Sieg"

Auch beim überragenden Endras, der 48 der 52 finnischen Torschüsse parierte, überwog am Ende die Freude über den Punktgewinn. "Der fühlt sich an wie ein Sieg", sagte der 25-Jährige. War er im Endeffekt auch.

"Der Punkt hält uns die Dänen vom Hals", erklärte Reindl - und durch die Niederlage der Slowakei auch den Gastgeber.

Dänemark mit null Punkten

Gegen Dänemark erwartet Kink eine "ähnlich intensive und harte" Begegnung. Und einen Sieg. "Egal wie das Spiel am Abend ausgeht, wir wollen gewinnen.?"

Unterschätzen dürfe man die Dänen, auch wenn die Aussichten der nordischen Nachbarn mit 0 Punkten bei nur noch 6 ausstehenden Zählern äußerst gering ist. "Die haben nichts zu verlieren."

Für die deutsche Mannschaft könnte jeder zusätzliche Punkt eine bessere Platzierung in der Gruppe bedeuten und damit einen theoretisch leichteren Gegner im Viertelfinale.

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