vergrößernverkleinern
Daniel Kreutzer bestreitet gegen Weltmeister Tschechien sein 200. Länderspiel © imago

Gegen Weltmeister Tschechien will die DEB-Auswahl Selbstvertrauen tanken. Daniel Kreutzer bestreitet ein besonderes Jubiläum.

Aus Bratislava berichtet Rainer Nachtwey

Bratislava - Ein Tag trainingsfrei kann Wunder bewirken.

Ausschlafen, Massagen, Eisbäder, Kräftesammeln und "in der Altstadt einen Kaffeetrinken gehen" haben den Ärger über die unnötige Niederlage gegen Dänemark (Spielbericht) dann doch recht schnell verfliegen lassen.

Guten Mutes geht die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in den Zwischenrundenabschluss gegen Tschechien bei der WM in der Slowakei (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

"Unser Ziel ist dasselbe wie immer", sagt Constantin Braun. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen." (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Auch wenn der Gegner Weltmeister Tschechien heißt - oder besser gesagt -, weil der Gegner Weltmeister Tschechien heißt.

Für Alex Barta ist dies eine zusätzliche Motivation. "Bei denen sind jede Menge NHL-Spieler dabei, und Jaromir Jagr spielt mit", sagt der Hamburger Stürmer mit glänzenden Augen. "Das ist schon etwas Spezielles." (Jagr: Hart arbeitender Superstar)

Tschechien schont sein Team

Während die deutsche Mannschaft nach zwei Niederlagen im Penaltyschießen wieder Selbstvertrauen aufbauen will, geht es für den Titelverteidiger um nichts mehr. (STATISTIK: Goalgetter und Hexer)

Durch den 3:2-Erfolg über Russland am Sonntagnachmittag steht der Olympiasieger von 1998 als Gruppensieger fest. Trainer Alois Hadamczik plant daher, seine angeschlagenen Spieler zu schonen. Auch im Tor gibt es Veränderungen.

Der sichere Rückhalt Ondrej Pavelec erhält eine Pause, für den Keeper der Atlanta Thrashers steht Jakub Stepanek im Kasten.

[kaltura id="0_9l26tz5w" class="full_size" title="Deutschland fehlten zwei Minuten"]

Mit Endras im Tor

Ernst nimmt der tschechische Coach die Partie dennoch: Rund 15 Minuten beobachtet Hadamczik die deutsche Mannschaft beim 30-minütigen Vormittagstraining. (Mittwoch und Donnerstag jeweils um 16.15 Uhr und 20.15 Uhr - alle vier Spiele LIVE im TV auf SPORT1)

Dabei deutet sich bereits an, dass Dennis Endras wieder das deutsche Tor hüten wird. Anschließend bestätigt es auch der Augsburger Keeper: "Ja, ich spiele."

Jubiläum für Kreutzer

Ebenfalls in der Mannschaft steht Daniel Kreutzer. Der Düsseldorfer Kapitän, der gegen Finnland nicht nominiert wurde, bestreitet gegen den Weltmeister 200. Länderspiel im DEB-Trikot.

[image id="44a65e31-647a-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Dafür erhält Kreutzer von DEB-Sportdirektor Franz Reindl größtes Lob: "Daniel ist ein außergewöhnlicher Spieler. Wenn du so viele Spiele auf so einem hohen Level machst, sagt das alles."

Und Reindl schwärmt weiter: "Ich habe größten Respekt vor ihm, mit welchem Feuer er immer wieder dabei ist. Einfach ein toller Sportler."

Damit es ein erfolgreiches Jubiläumsspiel für den Düsseldorfer wird, muss die Mannschaft gegen den bisher noch ungeschlagenen Weltmeister laut Kai Hospelt "Kratzen, Beißen, Rennen".

"Wir müssen kompakt stehen", sagt der Mittelstürmer von Vizemeister Wolfsburg. "Wenn wir versuchen, mit denen offen mitzuspielen, wird das nicht gut ausgehen."

Krupp beeindruckt

Krupp ist vom Gegner angetan: "Bei den Tschechen sticht die mannschaftliche Geschlossenheit heraus. Die spielen gut zusammen, haben eine gute Chemie im Team. Bis jetzt haben sie ihre Gegner souverän abgefertigt."

Dennoch kommen die Tschechen dem Bundestrainer gerade recht. "Der Ansporn gegen Tschechien ist: Das ist die Mannschaft vor dem Viertelfinale. Die Gegner werden nicht leichter werden. Gegen Tschechien kriegst du einen ganz guten Geschmack, wie das Viertelfinale aussehen wird."

Vier Teams ungeschlagen

Wie der Viertelfinalgegner am Mittwoch oder Donnerstag heißt, "können wir sowieso nicht beeinflussen", merkt Sportdirektor Franz Reindl an und meint mit Blick auf die möglichen Gegner Kanada und Schweden: "Irgendwann wird's mal Zeit, dass wir auch gegen einen solchen Gegner gewinnen." (Wer, wie, wann? Drei Wege zu Platz zwei)

Mit Tschechien, Kanada und Schweden hat die deutsche Mannschaft eines gemeinsam: Bisher sind es die einzigen verbliebenen Teams, die nach regulärer Spielzeit noch ungeschlagen sind.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel