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Loui Eriksson ist der Star im Team der Schweden © getty

Mit Viertelfinal-Gegner Schweden hat die DEB-Auswahl noch eine Rechnung offen. Bundestrainer Krupp ist immer noch angefressen.

Aus Bratislava berichtet Rainer Nachtwey

Bratislava - An Schweden hat die deutsche Nationalmannschaft keine guten Erinnerungen:

Bei der Heim-WM verlor die DEB-Auswahl das Spiel um Platz drei mit 1:3, die nach der Glanzleistung gegen Russland erträumte Medaille blieb aus.

Am Mittwoch (am Mittwoch ab 19:30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) bietet sich der Truppe von Bundestrainer Uwe Krupp die Möglichkeit zur Revanche.

Zumal nicht die Niederlage allein, vielmehr die Demütigung von Schwedens Trainer Bengt-Ake Gustafsson Krupp anschließend auf die Palme brachte.

Eine Rechnung offen

Der damalige Coach der Tre Kronor nahm drei Sekunden vor Schluss eine Auszeit beim Stand von 3:1. Für Krupp ein Affront.

Auch wenn Gustafsson sich anschließend entschuldigte, und meinte er habe sie wegen der schwedischen Journalisten genommen, die ihm diesen Fehler im Halbfinale vorgeworfen hatten, als die Tschechen 7,5 Sekunden vor Schluss zum 2:2 ausglichen, hat Krupp dies nicht vergessen.

"Das war etwas Spezielles", antwortete er knapp und mit ernster Miene auf die Frage eines schwedischen Journalisten.

Die Fakten im Überblick:

Team:

Gustafsson gab seinen Posten nach der WM auf, der langjährige U-20-Coach Pär Marts übernahm. Marts krempelte den Kader nach der vergangenen WM um, baut auf viele junge Spieler, die er bereits in den Nachwuchsmannschaften trainierte.

Acht Spieler stehen im Kader der Tre Kronor, die Jahrgang 1990 oder jünger sind. Mit Oliver Ekman Larsson, Mattias Tedenby, Marcus Krueger und Magnus Päärjärvi haben vier dieser Jungspunde diese Saison Erfahrung in der NHL gesammelt.

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Aber Marts vertraut auch auf "alte" Haudegen. Den 35 Jahre alten David Petrasek nominierte er erstmals für eine WM.

Im Tor trumpft Viktor Fasth groß auf. Bereits drei Shutouts gegen Österreich, Frankreich und die Schweiz feierte der Keeper von AIK Stockholm. Einzig von den USA war er zweimal zu bezwingen. Sein Gegentorschnitt liegt bei 0,5, die Fangquote bei 98,3 Prozent

Der Star:

Loui Eriksson: 73 Scorer-Punkte in 79 NHL-Spielen diese Saison sprechen eine deutliche Sprache: Der 25-Jährige von den Dallas Stars gehört zu den besten Stürmern in der besten Eishockey-Liga der Welt. Für die Tre Kronor lief er 2009 in der Schweiz auf, erzielte beim Gewinn der Bronze-Medaille in 9 Spielen 7 Punkte.

Nach starkem Beginn mit zwei Toren gegen Norwegen punktete der Flügelstürmer in den weiteren fünf Spielen nur noch einmal mit einem Assist gegen Österreich.

[kaltura id="0_ja3iczla" class="full_size" title="Schweden in der Favoritenrolle"]

Größte Erfolge:

Weltmeister: 1953, 1957, 1962, 1987, 1991, 1992, 1998, 2006

Olympische Spiele:

Goldmedaille: 1994, 2006

Silbermedaille: 1928, 1964

Bronzemedaille: 1952, 1980, 1984, 1988

WM-Abschneiden seit 2000:

2000: 7. Platz

2001: Bronzemedaille

2002: Bronzemedaille

2003: Silbermedaille

2004: Silbermedaille

2005: 4. Platz

2006: Weltmeister

2007: 4. Platz

2008: 4. Platz

2009: Bronzemedaille

2010: Bronzemedaille

Letzte WM-Spiele gegen Deutschland:

1992: 5:2-Sieg in Prag

2002: 6:2-Sieg in Göteborg

2010: 3:1-Sieg in Köln

Neue Schweden - ein Mix aus Finnen und Tschechen

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