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Radoslav Tybor (r.) lässt beim 2:0 DEB-Keeper Jochen Reimer keine Chance © dapd

Die DEB-Auswahl verzweifelt bei ihrem zweiten Auftritt beim Deutschland Cup gegen die Slowakei am gegnerischen Keeper.

Vom Deutschland Cup berichtetRainer Nachtwey

München - Ein Doppelschlag innerhalb von 43 Sekunden hat der deutschen Mannschaft die Chancen auf den Titel-Hattrick beim Deutschland Cup gekostet.

Nur 16 Stunden nach dem 4:2-Auftakterfolg über die Schweiz unterlag die deutsche Mannschaft der Slowakei mit 3:6 (1:2, 0:1, 2:3) (BERICHT: Gelungenes Debüt für Kölliker).

Durch das negative Torverhältnis der deutschen Mannschaft im Dreier-Vergleich mit der Slowakei und der Schweiz geht es für die Kölliker-Truppe im abschließenden Duell mit den USA (So., ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) nur noch um Platz zwei.

Michael Wolf (20.) ,Nikolai Goc (44.) und Christopher Fischer (53.) waren für Deutschland erfolgreich, Tomas Starosta (9.), Radoslav Tybor (14.), Marcel Hossa (39., 59.), Milan Bartovic (45.) und Michel Miklik (46.) sorgten mit ihren Treffern für den zweiten Sieg der Slowaken (DATENCENTER: Spielplan Deutschland Cup).

Durch das 3:2 (2:1, 0:1, 0:0, 0:0, 1:0) der Schweiz nach Penaltyschießen gegen die USA steht die Slowakei bereits vor dem abschließenden Spiel gegen die Schweiz (So., ab 13.25 Uhr im LIVESTREAM und LIVESCORES) nach 1997 und 2006 zum dritten Mal als Sieger fest.

Kölliker stellt um

"Unsere Fehlerquote war zu hoch. Wir haben zu naiv gespielt und individuell viele Fehler gemacht", zeigte sich Bundestrainer Jakob Kölliker von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht.

"Der Aufwand war da, aber wir haben kein Mittel gefunden, die Slowaken aus der Defensive zu locken", führte er weiter aus.

Im Vergleich zur gelungenen Premiere stellte Kölliker um. Für den gegen die Schweiz stark agierenden Dimitri Pätzold rückte Jochen Reimer von der Bank ins Tor.

Schopper verletzt sich

Der Düsseldorfer Simon Danner ersetzte Jerome Flaake von den Hamburg Freezers, für Benedikt Kohl rückte sein Wolfsburger Teamkollege und Debütant Benedikt Schopper in die DEB-Auswahl, für den aber bereits nach zwei Minuten das Spiel aufgrund einer Verletzung beendet war.

Mit Verdacht auf einen Jochbeinbruch wurde Schopper ins Krankenhaus gefahren. Dadurch ergaben sich auch Änderungen in der Reihenzusammenstellung.

Die Paradereihe Andre Rankel, Kai Hospelt und Kapitän Michael Wolf, die bereits bei der WM in der Slowakei unter Krupp alle Spiele in dieser Formation bestritten hatte, blieb zusammen.

Slowakei geht früh in Führung

Allerdings wurde zu Beginn erst einmal das Penalty Killing der Kölliker-Truppe gefordert, als Denis Reul nach nicht einmal 90 Sekunden hinter das Plexiglas musste.

Erst nach rund fünf Minuten kam die deutsche Mannschaft zu ihrer ersten Chance durch Felix Petermann (6.). Danach häuften sich die Möglichkeiten.

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In die Drangphase hinein, folgte die slowakische Führung (9.). Bei Starostas Schlagschuss von der blauen Linie sah Keeper Jochen Reimer jedoch nicht gut aus.

Anschlusstreffer von Wolf

Die DEB-Auswahl drückte auf den Ausgleich, nach den Chancen von Patrick Hager (10.) und Kevin Lavallee (12.) waren jedoch erneut die Slowaken erfolgreich.

Tybor schloss einen Konter nach starker Vorarbeit über den linken Flügel von Libor Hudacek aus kurzer Distanz ab (14.). Reimer war diesmal chancenlos.

Die deutschen Mühen von 15 Schüssen im ersten Drittel wurden aber noch belohnt. Bei 5-gegen-3-Überzahl lief der Puck wie am Schnürchen - Tic-Tac-Toe, Direktabnahme von Kapitän Wolf zum Anschluss (20.).

Hudacek überragend

Die DEB-Auswahl begann den zweiten Abschnitt so wie sie den ersten beendet hatte. Aber immer wieder scheiterten die deutschen Angreifer an dem überragend haltenden slowakischen Keeper Julius Hudacek.

"Unser Keeper war heute in exzellenter Form", zeigte sich der slowakische Trainer Vujtek zufrieden. So vergab auch Wolf gegen Hudacek, als er nach einem Foul einen Penalty zugesprochen bekam. Der Kapitän brachte den Puck am Schoner Hudaceks nicht vorbei.

[kaltura id="0_4v37wi75" class="full_size" title="Deutschland verpasst Titel Hattrick"]

Allerdings wies die deutsche Defensive bei den slowakischen Kontern große Probleme auf. Immer wieder sahen sich die deutschen Verteidiger und Keeper Reimer 2-auf-1-Situationen der Gäste ausgesetzt.

"Wir haben zu viele Chancen zugelassen", sagte Danner. "Wir haben zu viel gewollt, und die Slowaken haben dies eiskalt ausgenutzt."

Kurz vor Drittelende musste sich Reimer dann erneut geschlagen geben (39.). Hossa fälschte einen Schlenzer von der blauen Linie ab.

Hammer von Goc

Der Zwei-Tore-Rückstand wuchs im Schlussdrittel schnell auf drei an. Zwar gelang Goc mit einem Hammer von der blauen Linie der 2:3-Anschluss (44.), fast im Gegenzug schlugen die Slowaken jedoch mit einem Doppelschlag zurück.

Nur 55 Sekunden nach dem 2:3 stellte Bartovic in Überzahl - Reul saß auf der Strafbank - den Zwei-Tore-Abstand wieder her (45.).

Weitere 43 Sekunden später hieß es nach Mikliks Treffer 2:5 aus Sicht der deutschen Mannschaft (46.).

Hossa macht den Deckel drauf

In der 53. Minute sorgte Fischer mit dem 3:5 noch einmal für Hoffnung, mit dem 3:6 71 Sekunden vor Ende der Begegnung durch Hossas zweiten Treffer war die Partie entschieden.

Deutschland - Slowakei 3:6 (1:2, 0:1, 2:3)

Tore: 0:1 Starosta (8:31), 0:2 Tybor (13:22), 1:2 Wolf (19:22), 1:3 Hossa (38:16), 2:3 Goc (43:55), 2:4 Bartovic (44:50), 2:5 Miklik (45:33), 3:5 Fischer (52:26), 3:6 Hossa (58:49)

Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Massy (Schweiz)

Zuschauer: 5000

Strafminuten: Deutschland 8 - Slowakei 10

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