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Christoph Schubert (l.) ist beim Deutschland Cup Assistenz-Kapitän der DEB-Auswahl © getty

Nach der Pleite gegen die Slowakei kritisiert der Bundestrainer seine Spieler. Gegen die USA versprechen diese, "alles zu geben".

Vom Deutschland Cup berichtetRainer Nachtwey

München - Jakob Kölliker sprach ruhig ins Mikrofon.

Sachlich analysierte der Schweizer die 3:6-Niederlage gegen die Slowakei, nach der der Traum der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft von der Titelverteidigung geplatzt war (BERICHT: Erste Pleite unter Kölliker).

So sachlich nüchtern Kölliker bei der Analyse auch blieb, so emotional war seine Wortwahl.

"Unsere Fehlerquote war zu hoch. Wir haben viele individuelle Fehler gemacht und zu naiv gespielt", sagte er ruhig und schob im gleichen Tonfall hinterher: "Das macht uns wütend."

Den Einsatz wollte der neue Bundestrainer seiner Mannschaft nicht absprechen, bemerkte aber: "Es haben nicht alle ihr Maximum gespielt." (DATENCENTER: Spielplan Deutschland Cup)

"Zu viel gewollt"

Vor allem in der Defensivarbeit lag das Problem der deutschen Mannschaft. Rund ein halbes Dutzend Mal liefen die Slowaken in 2-auf-1-Situationen auf den Kasten der deutschen Auswahl zu.

"Da haben wir ihnen zu viele Chancen gegeben", sagte Simon Danner, "und die Slowaken haben dies eiskalt ausgenutzt."

So eiskalt dann aber doch nicht. Denn lediglich zwei der sechs slowakischen Tore entsprangen aus 2-auf-1-Situationen.

"Wir haben zu viel gewollt", meinte Danner.

Pressing mit Kopf

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Köllikers Assistenztrainer Harold Kreis, der für die Verteidiger zuständig ist, sah es bei SPORT1 ähnlich. "Wir haben beim Pressing zu mutige Entscheidungen getroffen. Wie es aussieht, wenn wir dann die Scheibe verlieren und den Gegner verlieren, haben uns die Slowaken aufgezeigt."

An Köllikers aggressiverer und offensiverer Ausrichtung wollte es Kreis aber nicht festmachen. "Nein, das hat überhaupt nichts damit zu tun. Auch wenn man aggressiv spielt, muss man immer noch überlegen, kann ich da rein oder nicht", sagte Kreis. "Da haben wir gegen die Slowaken häufig die falsche Entscheidung getroffen."

Nicht alles schlecht

Gegen die USA zum Abschluss des 22. Deutschland Cups (So., ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES), bei dem die Slowaken bereits vor dem Schlusstag als Turniersieger feststehen, will die Mannschaft noch einmal ?alles geben?, um sich mit einem Erfolgserlebnis aus München zu verabschieden.

"Wir wollen jetzt Platz zwei", gab Kölliker die Marschroute gegen die bis dato sieglosen Amerikaner aus. Und nach all der Kritik machte seinen Mannen Mut: "Es war nicht alles schlecht, wir haben auch gute Phasen gehabt."

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