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John Tripp (l.) erzielte gegen Russland drei Scorer-Punkte © imago

Die Truppe von Bundestrainer Kölliker fährt den vierten Sieg in Folge gegen den Rekordweltmeister ein. Oldie Tripp sticht heraus.

Freiburg - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat den vierten Sieg in Folge gegen Rekordweltmeister Russland gefeiert.

In Freiburg bezwang das Team von Bundestrainer Jakob Kölliker die "Sbornaja" nach großem Kampf 4:3 (1:2, 1:1, 2:0 ).

27 Tage vor dem ersten WM-Spiel (4. bis 20. Mai LIVE im TV auf SPORT1) war die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ihrem Kontrahenten, gegen den sie am Sonntag in Ravensburg (ab 15.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) erneut spielt, vor allem physisch überlegen.

Der Krefelder Daniel Pietta (16.), der Kölner John Tripp (27. und 45.) und der Wolfsburger Kai Hospelt (52.) erzielten die Tore für Deutschland.

Beim 25-maligen Weltmeister trafen Maxim Tschudinow (4.), Sergei Schirokow (17.) und Ilja Subow (40.).

Kölliker von Mannschaft angetan

"Die Jungs sind gut drauf, sie glauben an sich. Das war der Schlüssel dafür, dass wir immer wieder zurückgekommen sind", sagte Bundestrainer Jakob Kölliker bei SPORT1 und kündigte Veränderungen seiner Mannschaft im zweiten Spiel an.

Über das erfolgreiche Überzahlspiel - drei der vier Treffer fielen im Powerplay - zeigte sich der Schweizer zufrieden: "Wir sind immer noch in der Anfangsphase. Aber wir sehen, dass es funktionieren kann. Das macht uns Mut."

Kotschnew mit Glanztaten

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und intensives Spiel. Den besseren Start erwischte dabei der Weltranglisten-Erste Russland, der mit dem ersten Torschuss in Führung ging.

Auch in der Folgezeit tauchten die Russen immer wieder frei vor dem deutschen Tor auf. Der in Russland spielende Torhüter Dimitrij Kotschnew verhinderte aber mit mehreren Glanzparaden einen höheren Rückstand. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Tripp sorgt für Ausgleich

Durch intensives Forechecking kämpfte sich das junge deutsche Team zurück ins Spiel, Pietta erzielte mit einem satten Handgelenkschuss den Ausgleich. Den deutschen Jubel beendete Schirokow allerdings postwendend.

[kaltura id="0_i0wb4vwl" class="full_size" title="Wei russland stellt DEB Team blo "]

Im zweiten Drittel erhöhte die DEB-Auswahl den Druck und wurde durch einen Überzahltreffer von Tripp belohnt. Der Deutsch-Kanadier hatte dem russischen Schlussmann die Sicht genommen und ihn im Nachsetzen überwunden.

Hospelt erzielt Siegtreffer

Im Schlussabschnitt zeigte Deutschland dann den größeren Siegeswillen.

Erst brachte Tripps zweiter Treffer die Deutschen zurück ins Spiel, dann Kapitän Kai Hospelt mit seinem Schuss in den Winkel sogar auf die Siegerstraße.

Das Spiel im Stenogramm

Deutschland - Russland 4:3 (1:2, 1:1, 2:0)

Deutschland: Kotschnew (Mytischtschi) - Petermann (EHC München), Fischer (EHC Wolfsburg), Schüle (Nürnberg Ice Tigers), Lavallee (Kölner Haie); Kohl (EHC Wolfsburg), Akdag (Krefeld Pinguine) - Furchner, Hospelt (beide EHC Wolfsburg), Tripp (Kölner Haie); Buchwieser (EHC München), Pietta (Krefeld Pinguine), Flaake (Hamburg Freezers); Barta (Malmö Redhawks), Lewandowski (Mytischtschi), Kaufmann (Düsseldorfer EG), Schütz, Weiss, Gogulla (alle Kölner Haie); Hager (Krefeld Pinguine), Müller (Kölner Haie)Russland: Koscheschkin - Paschnin, Tschudinow, Kisselewitsch, Wischnewski, Ryilow, Below, Rjassenski - Bodrow, Mussatow, Warnakow, Krikunow, Skatschkow, Abdullin, Pestuschko, Subow, Ketow, Kasionow, Schirokow, SchipatschowTore: 0:1 Tschudinow (3:07), 1:1 Pietta (15:37), 1:2 Schirokow (16:42), 2:2 Tripp (26:08), 2:3 Subow (39:38), 3:3 Tripp (44:32), 4:3 Hospelt (51:52)Schiedrichter: Sicorschi (Schweiz)Zuschauer: 4005Strafminuten: Deutschland 14 - Russland 8

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