vergrößernverkleinern
Auch Manuel Klinge von den Kassel Huskies muss für den knappen Sieg "fighten". © getty

Das DEB-Team nimmt an den Olympischen Spielen 2010 teil, schlägt Österreich aber knapp. Die Gegner in Vancouver sind schwere Brocken.

München - Die deutsche Nationalmannschaft hat vorzeitig das Ticket für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver gelöst.

Mit einem 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)-Erfolg gegen Österreich sicherte sich das Team von Bundestrainer Uwe Krupp den Turniersieg bei der Olympia-Qualifikation in Hannover.

Damit nimmt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes zum 16. Mal in Folge seit 1952 an Winterspielen teil.

Bei den Spielen in Vancouver trifft die deutsche Mannschaft in der Vorrunden-Gruppe C auf Schweden, Finnland und Weißrussland.

Der Ingolstädter Yannic Seidenberg (23.) und der Hamburger John Tripp (34.) sorgten mit ihren Toren vor 5034 Zuschauern für den 22. Erfolg im 35. Duell mit dem Nachbarn.

"Ein Riesenschritt"

Für den A-WM-Aufsteiger Österreich traf lediglich Dieter Kalt (31.). Die DEB-Auswahl setzte damit ihre Erfolgsserie in Pflichtspielen gegen den Nachbarn fort und ist weiter seit 75 Jahren gegen den Rivalen ungeschlagen.

"Die Olympia-Teilnahme ist ein Riesenschritt für uns", sagte Krupp: "Das ist gut für das deutsche Eishockey, für die Mannschaft und ein Höhepunkt in der Karriere jedes Spielers."

Die Erleichterung beim DEB-Präsidenten Uwe Harnos war groß. "Es ist eine Zentnerlast abgefallen", sagte er: "Wieder bei Olympia zu sein, hat Relevanz für die Vermarktung und in den Medien." Auch DEB-Generalsekretär Franz Reindl gab zu: "Wenn wir es nicht geschafft hätten, wäre es fatal gewesen. So können wir positiv in die Zukunft sehen."

Schützenhilfe vom Außenseiter

Das letzte Turnierspiel am Sonntag (ab 17 Uhr LIVESCORES und live im DSF) gegen Slowenien ist bedeutungslos.

Der WM-Absteiger hatte zuvor überraschend 4:5 (2:1, 2:1, 0:2, 0:0, 0:1) nach Penalty-Schießen gegen den Außenseiter Japan verloren und seine Chancen auf den Flug nach Kanada verspielt.

Damit war schon vor dem ersten Bully des Krupp-Teams klar: Ein Dreier gegen Österreich würde den Weg nach Vancouver ebnen. Den Bundestrainer interessierte diese veränderte Ausgangslage aber nicht: "Wie der Rest gespielt hat, ist zweitrangig."

DEB-Team zeigt Nerven

Das "beste Eishockey" hatte der ehemalige NHL-Profi von seiner Mannschaft gefordert.

Doch die DEB-Spieler zeigten zwei Tage nach dem mühelosen 7:1-Auftaktsieg gegen Japan (Schützenfest zum Auftakt) Nerven. Mit dem Vancouver-Ticket vor Augen agierte der WM-Zehnte gegen den Weltranglisten-16. zunächst hektisch und übermotiviert. Vor allem im Spielaufbau unterliefen ihm viele Fehlpässe.

Lokalmatador Dimitri Pätzold von den Hannover Scorpions dagegen war die Ruhe selbst und verhinderte mit mehreren Paraden einen frühen Rückstand.

Auch nach dem 1:0 durch Seidenberg konnten die Gastgeber ihre Nervosität nicht ablegen. Zwar hatte der Berliner Sven Felski das zweite Tor auf dem Schläger, als er in Unterzahl die Latte traf (24. ).

Tripp beruhigt Nerven

Doch auf der Gegenseite hatte Pätzold Glück, als nach Gerhard Unterluggauers Schuss der Puck gegen den Pfosten flog (30.). Dann sah der Goalie nicht gut aus, als er Kalt die Scheibe über die Linie stochern ließ.

Tripp beruhigte dann die Nerven, als er in Überzahl nach nur neun Sekunden zum 2:1 traf. Für den Hamburger war es bereits das dritte Turniertor.

Die Österreicher, die zum Auftakt nur mit viel Mühe Slowenien 4:3 nach Verlängerung besiegt hatten, machten aber weiter Druck. Das vermeintliche 3:1 durch Christoph Ullmann erkannten die Schiedsrichter nach Videobeweis nicht an (51.).

Zurück zur StartseiteZum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel