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Daniel Kreutzer ist der erfolgreichste Schütze der DEL
Daniel Kreutzer verlor mit Düsseldorf das DEL-Finale gegen Berlin © imago

Nach dem Testspielsieg gegen Dänemark gibt man sich im deutschen Eishockey-Team zuversichtlich. Ein Erfahrener kehrt zurück.

Ravensburg - Der Bundestrainer ist "rundum zufrieden", und der Kapitän sieht sein Team "auf einem guten Weg".

Eine Woche vor der WM in der Schweiz macht sich bei der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft Optimismus breit.

"Wir gewinnen recht konstant gegen Teams, die mit uns in der Weltrangliste auf Augenhöhe sind. Das ist ein gutes Zeichen für mich und gibt der Mannschaft Selbstvertrauen", sagte Uwe Krupp nach dem souveränen 3: 0-Erfolg im vorletzten WM-Test in Ravensburg gegen Dänemark (Klarer Sieg für DEB-Team).

Siegesserie macht Mut

Der sechste Sieg in Folge gegen einen direkten Konkurrenten im Ranking des Weltverbandes IIHF machte auch Kapitän Andreas Renz für das WM-Turnier in Bern und Zürich (24. April bis 10. Mai) Mut.

"Wir haben ein hungriges Team, eine gute Mischung aus jungen Wilden und erfahrenen Haudegen", sagte der Kölner Verteidiger: "Jeder erfüllt seine Rolle gut."

Der mit 174 Länderspielen erfahrenste Profi in der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nimmt nach den Plätzen neun und zehn bei den beiden vergangenen WM-Turnieren ein höheres Ziel ins Visier: "Natürlich träumen wir vom Viertelfinale."

Angstgegner Schweiz

Dazu müsste die deutsche Mannschaft in der Vorrunde in Bern allerdings nicht nur den Abstiegskandidaten Frankreich, sondern auch ihren Angstgegner Schweiz bezwingen.

Die Eidgenossen gewannen als Nummer sieben der Eishockey-Welt die letzten fünf Duelle gegen Deutschland, während der Weltranglisten-Zehnte in der laufenden Saison die Slowakei (8.), Österreich (16.), Slowenien (15.), zweimal Lettland (11.) und eben Dänemark (13.) besiegte.

Deshalb ist auch Mittelstürmer Michael Hackert zuversichtlich.

"Wenn wir so spielen, haben wir diese Mannschaften schon mal im Griff", meinte der Mannheimer, der nach dem 1:0 durch den Krefelder Patrick Hager (12.) die weiteren Tore durch den Kölner Philip Gogulla (16.) und den Iserlohner Michael Wolf (26.) mustergültig vorbereitete: "Wir haben noch Potenzial nach oben."

Verstärkung durch NHL-Stars

Vor dem WM-Auftaktspiel am 24. April gegen Titelverteidiger Russland werden noch die NHL-Profis Christoph Schubert (Ottawa Senators) und Jochen Hecht (Buffalo Sabres) (DEB-Team mit Hecht) sowie Rückkehrer Daniel Kreutzer von der Düsseldorfer EG, Sven Felski vom Meister Eisbären Berlin und wohl auch dessen Klubkollegen Andre Rankel und Frank Hördler das Team verstärken.

Bei der WM-Generalprobe am Samstag (15 Uhr, Livescores) in Memmingen erneut gegen Dänemark wird Krupp noch einmal auf das Team von Ravensburg setzen.

Aus für Greilinger

Danach will er den 25-köpfigen Kader für die WM bekannt geben. Dazu gehört neben Routinier Felski auch DEG-Kapitän Kreutzer. "Er hat mich angerufen und gesagt, dass ich in der Schweiz dabei bin", sagte der 29-jährige Düsseldorfer.

Krupp hatte den 174-maligen Nationalspieler bei der Olympia-Qualifikation im Februar überraschend nicht berücksichtigt. "Eigentlich habe ich gedacht, dass er anruft, um mir abzusagen", sagte Kreutzer.

Abgenommen wurde Uwe Krupp die Entscheidung über eine WM-Nominierung von Rückkehrer Thomas Greilinger. Der Stürmer zog sich gegen die Dänen eine Schultereckgelenkssprengung zu. Der Ingolstädter muss nicht operiert werden, fällt aber mindestens vier Wochen aus.

Nach dem Spiel hatte Krupp Greilinger, der fünf Jahre nicht mehr zum Kader gehört hatte, noch gelobt: "Er hat gezeigt, dass er nach wie vor in der Nationalmannschaft spielen kann."

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