Hans Zach hat sich erneut als möglicher Nachfolger des scheidenden Nationaltrainers Uwe Krupp in Stellung gebracht.

"Wenn man sagt, wir brauchen den Hans, der hat das schon sechs Jahre lang gut gemacht, dann ist das ein Thema", sagte der "Alpenvulkan" im Gespräch mit der "Welt" und der "Berliner Morgenpost".

Auch nach 25 Jahren als Eishockey-Trainer hätten sich bei dem 80-maligen Nationalspieler keine Verschleißerscheinungen bemerkbar gemacht.

"Ich bin nach wie vor der gleiche Hans Zach, hellwach und körperlich topfit, ein sehr ordnungsliebender Mensch", sagte der 61-Jährige, der bereits von 1998 bis 2004 die Geschicke der Nationalmannschaft lenkte:

"Von Nullkommanull, von einem Tag auf den anderen kann ich loslegen. Wenn das richtige Angebot kommt oder die richtige Anfrage, dann bin ich bereit."

In den sechs Jahren unter Zachs Regie erreichte die deutsche Mannschaft dreimal das Viertelfinale einer WM und belegte bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City den achten Platz. Nach öffentlicher Kritik an der "Defensivtaktik" des impulsiven Trainers verlängerte dieser seinen Vertrag nicht mehr.

Als Vereinstrainer hatte Zach zuletzt in der Saison 2009/2010 mit den Hannover Scorpions die deutsche Meisterschaft geholt und sich danach in den vorläufigen Ruhestand verabschiedet.

Der deutsche Eishockey-Bund (DEB) hatte sich gegenüber Zachs Ansinnen im November durchaus aufgeschlossen gezeigt. "Hans Zach ist ein großer Name und wird es auch immer bleiben", hatte DEB-Präsident Uwe Harnos damals gesagt:

"Naürlich passt er ins Anforderungsprofil. Er ist deutsch, setzt auf Talente und Disziplin. Das heißt aber nicht, dass er der Favorit ist."

Amtsinhaber Krupp wird bis nach der Weltmeisterschaft 2011 in der Slowakei Bundestrainer bleiben und danach zu den Kölner Haien wechseln. Dort wird er unter anderem auch als Headcoach an der Bande stehen.

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