Der 2008 mit einem verpassten Dopingtest in die Schlagzeilen geratene Florian Busch hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

"Nie wieder Nationalmannschaft. Ich bin zurückgetreten mit allem Drum und Dran", sagte Busch der "Bild". Der Stürmer der Berliner Eisbären hatte im November 2010 trotz einer Nominierung für den Deutschland Cup auf eine Teilnahme verzichtet.

Auf Kritik stieß diese Entscheidung beim Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Uwe Harnos. "Bei all dem Einsatz, den der Verband in der Angelegenheit geleistet hat, fühle ich mich vor den Kopf gestoßen", sagte Harnos: "Spekulationen über Versäumnisse des Verbandes sind nicht gerechtfertigt."

Der 26-jährige Busch hatte vor knapp drei Jahren eine Dopingprobe zunächst verweigert und erst später nachgeholt. Die Probe war negativ. Der gebürtige Bayer war zunächst nur mit einer Geldstrafe belegt worden.

Der internationale Sportgerichtshof CAS verhängte anschließend eine Sperre bis zum 21. Februar 2011 wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien, die das Schweizer Bundesgericht aber nach langem juristischen Tauziehen Ende 2009 aufhob.

"Sportlich gesehen ist der Rücktritt natürlich ein Verlust. Florian war ein wichtiger Spieler der Nationalmannschaft und wäre es auch wieder gewesen", sagte Harnos. Auch Bundestrainer Uwe Krupp hatte Busch in der Vergangeneheit mehrmals als "einen der besten deutschen Stürmer" bezeichnet.

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