Trotz der bislang sensationellen WM-Auftritte der deutschen Nationalmannschaft in der Slowakei halten die Klubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen Verbleib von Bundestrainer Uwe Krupp für wenig wahrscheinlich.

"Uwe hat einen guten Job gemacht, aber auch nur, weil er sich zu einhundert Prozent um die Entwicklung der Nationalmannschaft gekümmert hat. Ich finde, wir brauchen einen Bundestrainer, der sich rund um die Uhr mit der Nationalmannschaft beschäftigt", sagte Stephane Richer, Sportdirektor der Hamburg Freezers.

Auch Marco Stichnoth, Geschäftsführer von Ex-Meister Hannover Scorpions, ist gegen eine mögliche Doppelfunktion von Krupp, der zur neuen Saison als Teammanager zu den Kölner Haien wechselt.

"Der Erfolg liegt nicht nur an Uwe, sondern vor allem am Gesamtkonzept, das der Verband seit ein paar Jahren trotz heftiger Kritik durchgezogen hat und das jetzt Früchte trägt", sagte Stichnoth: "Ein neuer Trainer kann dieses Konzept ebenso weiterführen."

Verbandspräsident Uwe Harnos hatte zuletzt ausgeschlossen, dass Krupp neben seiner Tätigkeit in Köln auch noch die Nationalmannschaft, die er bei der Heim-WM vor einem Jahr überraschend auf Platz vier geführt hatte, betreuen wird.

Ein Nachfolger ist allerdings noch nicht gefunden worden. Wunschkandidat Ralph Krueger, Co-Trainer beim fünfmaligen Stanley-Cup-Sieger Edmonton Oilers, steht erst in einem Jahr zur Verfügung.

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