Der ehemalige Nationalspieler Bernd Truntschka will doch nicht Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) werden.

Ihm sei "seit einigen Wochen klar, dass für mich dieser Job nicht infrage kommt", sagte der 46-Jährige, der bislang als einziger Kandidat für die Nachfolge des entmachteten Franz Reindl galt, in einem Interview auf der Internetseite des Zweitligisten Landshut Cannibals.

"Ich würde hier nur zwischen den Stühlen sitzen und wäre damit beschäftigt, es verschiedenen Seiten recht zu machen", sagte Truntschka weiter.

Der Cannibals-Geschäftsführer war vom neuen Kompetenzzentrum Sport, vor allem von den beiden DEL-Vertretern Peter John Lee (Eisbären Berlin) und Karl-Heinz Fliegauf (EHC Wolfsburg), als einziger Kandidat vorgeschlagen worden.

DEB-Präsident Uwe Harnos hatte kritisiert, dass es nicht mehr Vorschläge gebe.

"Ein von der DEL vorgeschlagener Sportdirektor liegt offensichtlich nicht im Interesse des DEB", sagte Truntschka. "Denn dieser hätte dann zwar die Ligen hinter sich und könnte auch tatsächlich Veränderungen vornehmen, welche aber nicht gewünscht sind."

Der bisherige Sportdirektor Reindl war im Frühjahr entmachtet worden und ist seit Juni nur noch DEB-Generalsekretär.

Truntschka will dem Eishockey den Rücken kehren. Der ehemalige Stürmer nimmt ein Angebot seines Bruders Gerd als Vertriebsleiter in dessen Firma an. Dem Zweitligisten Landshut will er aber als Berater zur Verfügung stehen.

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