Als die deutschen Frauen das Olympia-Ticket gelöst hatten, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. "Einfach nur geil! Wir fliegen nach Sotschi. Was wollen wir mehr?", sprudelte es aus Stürmerin Bettina Evers nach dem 3:1-Sieg im zweiten Qualifikationsspiel gegen Tschechien heraus.

Während die Männer in Bietigheim-Bissingen noch bis Sonntag um ihre Olympia-Teilnahme zittern müssen, machten die Frauen in Weiden schon vorzeitig alles klar.

Nachdem das Team von Bundestrainer Peter Kathan zum Auftakt 3:1 gegen China gewonnen hatte, war nach dem zweiten Erfolg der Turniersieg bereits sicher.

"Wir haben gewusst, dass es eine ganz enge Kiste wird", sagte Kathan, "aber wir haben auf unsere Routine gebaut." Seine Mannschaft ist damit zum dritten Mal nach 2002 und 2006 bei den Olympischen Spielen. Seit 1998 ist Frauen-Eishockey olympisch.

Vor 1000 Zuschauern erzielten Monika Bittner (6.), Susann Götz (28.) und Manuela Anwander (30.) die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Ein starker Rückhalt war Torhüterin Viona Harrer.

"Das Gefühl ist der Wahnsinn! Dass man mit 30 nochmal zu den Olympischen Spielen fährt, hätte ich nicht gedacht", sagte Torschützin Götz.: "Da können wir echt stolz sein."

Das letzte Turnierspiel gegen das punktlose Kasachstan am Sonntag (17.30 Uhr) ist für das DEB-Team nur noch von statistischer Bedeutung.