Marco Sturm steht dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) bei der Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland (3. bis 18. Mai) nicht zur Verfügung.

"Dieses Jahr werde ich auf jeden Fall bei der WM nicht dabei sein", sagte der Stürmerstar der Kölner Haie dem Sport-Informations-Dienst (SID). Die Familie, die derzeit in Florida lebt, hat für den ehemaligen NHL-Profi nach dem Saisonende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Vorrang.

Der 34-Jährige hält eine Rückkehr in die Nationalmannschaft ohnehin für eher unwahrscheinlich. Sein 54. Länderspiel bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver "könnte das letzte gewesen sein", sagte Sturm. Mit dem DEB hatte er schon länger keinen Kontakt mehr. Der neue Bundestrainer Pat Cortina habe sich noch nicht bei ihm gemeldet, lediglich mit dessen Vorgänger Jakob Kölliker habe er telefoniert.

Ob und wo er seine Karriere in der nächsten Saison fortsetzt, hat Sturm noch nicht entschieden. "Das ist eine Entscheidung nicht nur für mich, sondern besonders für die Familie. Ich habe zwei Kinder, die sind in Amerika in der Schule", sagte der gebürtige Dingolfinger, dessen Frau Astrid mit den Kindern Mason und Kaydie in Florida geblieben ist: "Wir werden ganz in Ruhe im Sommer entscheiden, wie es weitergeht." Eine weitere Spielzeit in Köln sei eine Option, `es ist auf alle Fälle offen".

Sturm hatte nach dem NHL-Lockout keinen neuen Vertrag mehr in der stärksten Eishockey-Liga der Welt bekommen und nach 1006 Spielen für die San Jose Sharks, Boston Bruins, Los Angeles Kings, Washington Capitals, Vancouver Canucks und Florida Panthers seine NHL-Karriere beendet. Im Februar hatte er bei den Kölner Haien einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Der achtmalige Meister startet am Mittwoch gegen die Straubing Tigers ins Playoff-Viertelfinale.

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