vergrößernverkleinern
Shea Weber (l.) ist in Nashville Teamkollege von Alexander Sulzer © getty

Der Vizeweltmeister wird auch gegen Norwegen seiner Favoritenstellung gerecht. Die Schweizer Chancen aufs Viertelfinale schwinden.

Bern/Zürich-Kloten - Während Titelfavorit Kanada an der Tabelle der Zwischenrundengruppe F einsam seine Kreise zieht, droht Gastgeber Schweiz bei der Eishockey-WM das vorzeitige Aus.

Das Team des deutschen Trainers Ralph Krueger verlor am Sonntag 1:4 (0:1, 0:1, 1:2) gegen Olympiasieger Schweden und verspielte damit seine erste Chance auf die Viertelfinalteilnahme.

Die Runde der letzten Acht können die Eidgenossen nur noch erreichen, wenn sie am Montag (ab 20.15 Uhr LIVESCORES) in der Gruppe E die USA in der regulären Spielzeit schlagen.

Fans fordern Krueger-Rauswurf

"Wir sind enttäuscht, aber noch nicht draußen", sagte Krueger, der das Halbfinale als Ziel ausgegeben hatte. Erste "Krueger raus"-Rufe unter den 11.327 Zuschauern in der Berner Allmend-Halle waren nicht zu überhören.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler, der seit zwölf Jahren im Amt ist, forderte: "Wir müssen jetzt alle zusammenstehen, die ganze Schweiz, und eine Welle der Emotion produzieren, damit wir noch weiterkommen."

Kanada lässt Tschechien und Weißrussland jubeln

hr Viertelfinal-Ticket lösten in der Gruppe F Tschechien und Weißrussland schon vor dem 3:0 (0:0, 2:0, 1:0) am Abend.

Beide profitierten vom 5:1 (3:1, 2:0, 0:0)-Sieg von Vizeweltmeister Kanada gegen Norwegen.

Die "Wikinger", vor einem Jahr überraschend in der K.o.-Runde, sind damit aus dem Rennen.

Titelverteidiger Russland setzte seine Siegesserie fort und feierte mit 6:1 (1:0, 3:1, 2:0) gegen Lettland seinen 16. WM-Erfolg nacheinander.

Ergebniskorrektur durch Lemm

Die Schweizer waren gegen die Schweden, die sie 2008 in Kanada noch 4:2 besiegt hatten, ohne Chance.

Johnny Oduya (6.), Johan Harju (25.), Jungstar Linus Omark (47.) und Johan Andersson (56.) trafen für das Team des früheren Schweizer Co-Trainers Bengt-Ake Gustafsson.

Romano Lemm gelang nur noch eine Ergebniskorrektur (57.).

Kanada eilt von Sieg zu Sieg

Kanada feierte durch Treffer von Matt Lombardi (5.), Dan Hamhuis (18.), Steven Stamkos (19.), Jason Spezza (21.) und Drew Doughty (33.) den fünften Sieg im fünften Spiel.

Die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland haben damit 21 ihrer letzten 22 WM-Spiele gewonnen, nur im Finale 2008 auf eigenem Eis unterlagen sie dem Erzrivalen Russland (4:5 n.V.).

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel