Nach dem Olympia-Aus bekam der deutsche Coach viel Prügel. Der Sieg gegen die USA nimmt seinen Kritikern Wind aus den Segeln.

Wie war auf die deutsche Mannschaft eingeprügelt worden. Das enttäuschende Olympia-Abschneiden riss die Wunden von Bern erneut auf. Der erfolgreiche Auftritt beim Deutschland Cup war da längst vergessen.

Vor allem Bundestrainer Uwe Krupp stand unter Dauerfeuer.

Bereits seit Wochen wird über seinen Nachfolger spekuliert - Hans Zach oder doch Ralph Krueger? -, obwohl der DEB und Krupp eine Fortsetzung der Trainertätigkeit nach der WM nicht ausgeschlossen haben.

Doch Krupp ließ sich nicht abbringen, nahm die Kritiken und Spekulationen stoisch hin und hielt an seinem System fest. Er kennt sich damit bereits aus.

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Denn mit seiner Nominierungspolitik hatte er sich in der DEL und der NHL nicht immer Freunde gemacht.

Trotz der Kritik schaffte es Krupp zum Eröffnungsspiel eine funktionierende Truppe aufzustellen, eine Einheit. Und er wirkte alles andere als amtsmüde. Engagiert, mit Feuer hinter der Bande.

Was denn die Mannschaft zu so einer Einheit zusammengeschweißt hätte, wurde Krupp gefragt. Man habe nach dem enttäuschenden Abschneiden in der Schweiz "viel auf Teambildungsmaßnahmen gesetzt", sagte Krupp.

Nimmt man das Erfolgserlebnis gegen die USA zu Grunde, hat er diesmal alles richtig gemacht.

Und der Bundestrainer war nach dem Auftaktsieg, dem ersten Triumph bei einem großen Turnier seit dem 4:2 über die Slowakei in Kanada 2008, sichtlich erleichtert.

"Die harte Arbeit hat sich endlich ausgezahlt", sagte Krupp.

Die Spieler brachten es auf den Punkt: "Der Sieg tut der Mannschaft unheimlich gut, und vor allem dem Trainer."

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