vergrößernverkleinern
Brandon Dubinsky (r.) im Zweikampf mit Justin Krueger © getty

US-Verteidiger Brandon Dubinsky spricht nach der Niederlage gegen Deutschland über die Atmosphäre und die Tücken auf Schalke.

Aus Gelsenkirchen berichtet Rainer Nachtwey

Gelsenkirchen - Ihre Gesichtsausdrücke zeigten es deutlich: Die Mundwinkel hingen herunter, die Schultern ebenso.

Es war eine bittere Niederlage, die Team USA - Olympiazweiter in Vancouver - beim 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung zum WM-Auftakt gegen die deutsche Mannschaft einstecken musste 234412(die Bilder).

"Wir flüchten uns nicht in Ausreden", sagt Brandon Dubinsky bei SPORT1: "Sie haben sehr clever gespielt." (Statistiken)

Im Interview mit SPORT1 spricht der aus Alaska stammende Stürmer der New York Rangers über den Weltrekord, die Fans in der Arena AufSchalke, Jetlag und das nächste Spiel gegen Dänemark (Mo., ab 16 Uhr LIVE im Ticker und im TV auf SPORT1).

SPORT1: Herr Dubinsky, welchen Eindruck nehmen Sie hier von der Partie auf Schalke mit?

Brandon Dubinsky: Das ist ein einmaliges Erlebnis. Wir sind stolz darauf, Teil des Weltrekords zu sein. Wir hatten großen Spaß daran. Das war richtig cool.

SPORT1: Das Ergebnis dürfte Ihnen weniger gefallen haben?

Dubinsky: Sicherlich, das war nicht der Ausgang, den wir uns erhofft hatten. Aber es war ein großartiger Auftakt in dieses Turnier.

SPORT1: Haben Sie bei all dem Jubel der Fans auf dem Eis noch Ihr eigenes Wort verstanden?

Dubinsky: Zum Teil war des recht schwierig. Vor allem in der Kurve neben der deutschen Bank ging es ziemlich ab. Die Fans sind gesprungen, haben geschrien. Das war sehr beeindruckend.

SPORT1: Haben Sie ähnliches schon erlebt?

Dubinsky: In dem Maße habe ich so etwas noch nicht erlebt. Aber als wir mit den Rangers in der Schweiz in Bern gespielt haben, waren die Fans auch recht verrückt. Aber hier das war noch eine besondere Nummer.

[image id="2765e1a3-65c2-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

SPORT1: Am Tag zuvor gab es nach dem Training Befürchtungen wegen dem Eis. In welchem Zustand befand sich das Eis?

Dubinsky: Das war teilweise recht heftig. Aber wir wollen das nicht als Entschuldigung gelten lassen, denn die Deutschen haben ebenfalls auf dem Eis spielen müssen. Es war für beide Teams zum Ende der Drittel recht schwer.

SPORT1: Normalerweise wird hier auch Fußball gespielt...

Dubinsky: Aber es war alles sehr gut gemacht. Das war ein phänomenales Erlebnis, ein Rekordspiel. Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung. Sie waren ein toller Gastgeber für uns.

SPORT1: Die Mannschaft hat schwer ins Spiel gefunden. Waren Sie noch müde?

Dubinsky: Nein. Wir haben uns fit gefühlt. Kein Jetlag. Ich flüchte mich nicht in Ausreden. So ist es nun einmal. Wir haben mit vollem Einsatz gespielt, haben gegen gehalten. Sie haben das gleiche gemacht, nur ist es für uns nicht so gelaufen, wie wir uns das gewünscht haben.

SPORT1: Haben Sie die deutsche Mannschaft so stark erwartet?

Dubinsky: Ja. Ich habe schon ein paar Spiele gegen sie bestritten. Es ist immer schwer, gegen sie zu spielen. Sie waren in der Defensive eine harte Nuss, haben uns kaum zu Torchancen kommen lassen. Sie haben sehr clever gespielt. Wir haben versucht unser Bestes zu geben.

SPORT1: Was erwarten Sie im nächsten Spiel gegen Dänemark?

Dubinsky: Das wird ein schweres Spiel. Wir müssen genauso viel Einsatz zeigen, wie die Deutschen gegen uns gezeigt haben. Die Dänen werden gegen uns alles geben. Sie werden ihrem Land zeigen wollen, dass sie bereit sind für uns. Für uns heißt es, sich von Spiel zu Spiel steigern.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel