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Die Sbornaja errang bei den letzten beiden Weltmeisterschaften die Goldmedaille © getty

Angefeuert von tausenden Fans setzt sich Russland gegen die Slowakei durch. Tschechien gibt sich keine Blöße, Schweden zittert.

Aus Köln berichtet Rainer Nachtwey

Köln - Weltmeister Russland ist mit einem Sieg in die 74. Weltmeisterschaft in Deutschland gestartet.

Der Titelverteidiger und Topfavorit bezwang in seinem ersten Spiel in der Gruppe A die Slowakei mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) (Alles zur Eishockey-WM).

Mitfavorit Tschechien gab sich in seinem Auftaktspiel in der Gruppe C gegen Frankreich keine Blöße.

Dagegen musste Schweden beim 5:2 (2:0, 0:1, 3:1) über Norwegen lange zittern.

Furioser Auftakt der Russen

Die russische Mannschaft um Superstar Alexander Owetschkin legte von Beginn an ein enormes Tempo vor und belagerte den slowakischen Kasten. Drei Schüsse auf Keeper Petr Budaj in der ersten Minute unterstrichen die Überlegenheit der Russen.

Aber selbst eine 5:3-Überzahl nutzte die von zehntausend russischen Fans angefeuerte Sbornaja nicht zu einem Treffer. Erst in der 15. Minute erlöste Maxim Afinogenow die Anhänger.

Der Stürmer der Atlanta Thrashers schloss eine Vorlage von Viktor Koslow mit einem Schuss vom rechten Bullykreis in den linken Torwinkel ab.

Owetschkin trifft zum 2:0

Ähnliches Bild im zweiten Durchgang: Russland drückte, die wacker kämpfenden Slowaken versuchten irgendwie, der russischen Angriffswelle etwas entgegenzusetzen.

Diesmal dauerte es nur zehn Minuten, ehe Budaj geschlagen war. Nach einem Bullygewinn von Sergej Fedorow zog Owetschkin sofort ab und überwand den slowakischen Keeper (30.)

Anschluss durch Majesky

Mit einem für die Slowakei, die ihre wenigen Konterchancen fahrlässig vergab, schmeichelhaften 0:2 ging es ins letzte Drittel.

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Nach vier Minuten nutzte dann aber Ivan Majesky eine der wenigen Möglichkeiten. Der Verteidiger ließ zwei Gegner stehen und überwand Wasili Koschetschkin mit einem Handgelenksschuss.

Pfosten rettet für Koschetschkin

Während die Russen weiter auf den dritten Treffer drückten, bot sich Richard Panik in der 51. Minute die Chance zum Ausgleich, aber Ilja Nikulin rettete auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper.

In den letzten fünf Minuten spielten dann, auch dank zweier Überzahlsituationen, nur noch die Slowaken, und die russische Mannschaft hatte Glück, als der slowakische Kapitän Richard Lintner nur den Pfosten traf.

Im Gegenzug entschied Viktor Koslow die Partie mit einem Treffer ins leere Tor (60.).

Tschechien siegt souverän

Das vom starken Routinier Jaromir Jagr angeführte tschechische Team setzte sich mühelos mit 6:2 (2:0, 2:0, 2:2) gegen Frankreich durch.

Die Tore für den elfmaligen Weltmeister erzielten Petr Hubacek (1.), Jiri Novotny (12.), Petr Gregorek (24.), Karel Rachunek (26.), Lukas Kaspar (47.) und Miroslav Balatak. (Statistiken)

Für den Außenseiter waren Yannick Treille (47.) und Laurent Meunier (49.) erfolgreich.

Tre Kronor mit Mühe

Weit mehr Mühe als Tschechien hatten die Schweden. Die Tre Kronor bezwangen Norwegen mit 5:2 (2:0, 0:1, 3:1).

Matthias Weinhandl (7.) und Erik Karlsson (13.) sorgten zwar im ersten Drittel für deutliche Verhältnisse, doch die Norweger gaben nicht auf und verkürzten zu Beginn der zweiten 20 Minuten im Power Play auf 1:2 durch Patrick Thoresen.

Hattrick von Weinhandl

Im letzten Drittel glich Norwegen in Person von Henrik Solberg (45.) sogar aus.

Drei Minuten später brachte Weinhandl mit seinem zweiten Treffer die Schweden auf die Siegerstraße.

Magnus Paajarvi Svensson (55.) und erneut Weinhandl (58.) machten den Sack mit zwei späten Toren zu.

In der zweiten Partie der Gruppe A gewann der deutsche Olympiagegner Weißrussland das Außenseiter-Duell gegen Aufsteiger Kasachstan nach 0:2-Rückstand noch mit 5:2 (0:0, 2:2, 3:0).

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