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Lars Eller (l.) freut sich über seinen Führungstreffer zum 1:0 für Dänemark © getty

Dank eines Sieges über die USA steht Dänemark in der Zwischenrunde der Eishockey-WM. Die Entscheidung fällt in der Verlängerung.

Köln - Das Überraschungsteam aus Dänemark hat für den zweiten Paukenschlag gesorgt und vorzeitig die Zwischenrunde bei der Eishockey-WM in Deutschland erreicht.

Die Mannschaft von Chefcoach Per Backman besiegte zwei Tage nach dem sensationellen 4:1 gegen Finnland am Montag in Köln auch den Olympiazweiten USA mit 2:1 (0:0, 1:1, 0:0. 1:0) nach Verlängerung.

Mit fünf Punkten sind die Dänen in der Gruppe D nicht mehr von einem der drei ersten Plätze, die zum Einzug in die nächste Runde berechtigen zu verdängen.

Stefan Lassen sorgte nach 2:04 Minuten der Verlängerung für das umjubelte Siegtor. Mit einem Sieg gegen Deutschland (16.15 Uhr LIVE im TICKER und im TV auf Sport1) am Mittwoch darf Dänemark sogar von einem Einzug in das Viertelfinale träumen.

"Das ist das beste dänische Team, das jemals zusammengespielt hat", sagte NHL-Legionär Peter Regin von den Ottawa Senators und Jesper Damgaard meinte:

"Wir waren in den letzten Jahren immer schon nah dran. Jetzt sind wir soweit, dass wir die Großen schlagen. Wenn wir gegen die Deutschen gewinnen, nehmen wir die Punkte für dass Viertelfinale mit."

Das Viertelfinale wäre für Dänemark, das die USA 2003 bei der WM 5:2 besiegt und in die Abstiegsrunde geschossen hatte, der größte Erfolg in der Geschichte. (Alles zur Eishockey-WM).

Frans Nielsen, zweifacher Torschütze gegen Finnland, kündigte bei SPORT1 bereits an, dass die Dänen gegen Deutschland Vollgas geben werden:

Nielsen heiß auf DEB-Team

"Wir wollen auch das Spiel gewinnen und uns eine noch bessere Ausgangsposition für die Zwischenrunde schaffen", sagte Nielsen.

Bis dahin wolle man den Erfolg aber noch mit "ein paar Bier" gebührend feiern.

Die US-Cracks, die zum Auftakt 1:2 nach Verlängerung gegen das deutsche Team verloren hatten, müssen nun das letzte Spiel gegen Finnland am Mittwoch gewinnen, um die Zwischenrunde sicher zu erreichen.

Entscheidung per Sudden Death

Vor 8985 Zuschauern in der Arena in Köln gingen die Dänen nach dem torlosen ersten Drittel durch Lars Eller im Powerplay in Führung (29.) (Statistiken).

Keith Yandle von den Phoenix Coyotes glich zwei Minuten später ebenfalls im Powerplay aus, bevor dann Lassen am Ende alles klar machte für die Dänen.

Der krasse Außenseiter zeigte erneut eine solide Leistung und machte gegen die Amerikaner, in deren Reihen fast ausschließlich Spieler aus der NHL waren, kaum Fehler.

Vor allem Goalie Patrick Galbraith entschärfte immer wieder gefährliche Aktionen.

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