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Frans Nielsen (v.) traf bei dieser WM in Deutschland schon zwei Mal © getty

Nach dem erneuten dänischen Coup gegen die USA genießt NHL-Profi Frans Nielsen bei SPORT1 den Erfolg - und ist heiß auf mehr.

Aus Köln berichtet Rainer Nachtwey

Köln - Sie ist die Überraschung der wenige Tage alten Eishockey-WM in Deutschland:

Nach zwei Spielen hat sich die dänische Mannschaft als erstes Team überhaupt für die Zwischenrunde qualifiziert. (Statistiken)

Und das mit Siegen über den Olympia-Dritten Finnland und den Silbermedaillen-Gewinner von Vancouver, Team USA.

Dänemarks Starspieler Frans Nielsen, einer von zwei Dänen in der NHL, war maßgeblich beteiligt am Erfolg über die Finnen, als er zwei Tore erzielte und eines vorbereitete. Gegen die USA stellte er sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft.

"Keiner denkt an sich, sondern nur ans Team", verrät ein gelöster Nielsen bei SPORT1. "Das macht so viel Spaß mit den Jungs zu spielen."

Im Interview spricht der Stürmer der New York Islanders über das kommende Spiel gegen Deutschland (Mi., ab 16 Uhr LIVE im Ticker und im TV auf SPORT1), das Erfolgsgeheimnis von "Danish Dynamite" und die kleine Feier am Abend.

SPORT1: Herr Nielsen. Herzlichen Glückwunsch zum Einzug in die Zwischenrunde. Das nächste Spiel ist nun gegen Deutschland. Werden Sie Kräfte schonen?

Frans Nielsen: Danke. Nein, wir wollen auch das Spiel gewinnen, uns eine noch bessere Ausgangsposition für die Zwischenrunde schaffen.

SPORT1: Was macht das dänische Team so stark?

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Nielsen: Unsere Torhüter halten zurzeit alles. Sie spielen überragend. Jeder in dem Team gibt alles. Jeder setzt sich für den anderen ein. Es macht unheimlich Spaß mit den Jungs zu spielen. Keiner denkt an sich, sondern nur ans Team. Den Puck aus dem eigenen Drittel raus, ins Angriffsdrittel rein. Das ist unbeschreiblich, einfach phänomenal.

SPORT1: Ein neues "Miracle on Ice"?

Nielsen: Ja, warum nicht? Wir genießen den Moment. Aber danach zählt nur das nächste Spiel.

SPORT1: Gibt es nun eine kleine Feier?

Nielsen: Ja, ein paar Bier vielleicht.

SPORT1: Im zweiten Drittel hat die USA in den ersten zehn Minuten zehn Mal aufs Tor geschossen. Wie hat das Team es geschafft, dem Druck Stand zu halten?

Nielsen: Wir haben kaum Abpraller und nur ungefährliche Schüsse zugelassen. Wir helfen uns gegenseitig in der Verteidigung.

SPORT1: Die Amerikaner sind dafür bekannt, dass sie den Puck - wenn es nötig ist - inklusive Torhüter über die Linie bugsieren. Vor dem Slot waren sie aber völlig harmlos.

Nielsen: Das hat mich auch überrascht. Ich habe erwartet, dass sie mit zwei Leuten vor dem Torwart agieren werden. Aber sie haben den Puck zumeist nur in die Ecken tief gespielt. Sie haben es uns leicht gemacht, sie zu verteidigen.

SPORT1: In der Verlängerung haben sie als zweiter Verteidiger agiert bzw. ein 3-1-System gespielt.

Nielsen: Ja, das war so vorgesehen. Der Trainer hatte Peter Regin und mich dafür vorgesehen. No Risk, no fun. Es hat sich ausgezahlt.

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