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Die Eishockey-Weltmeisterschaft wird zum sechsten Mal in Deutschland ausgetragen © getty

Die Niederlage gegen Finnland ist abgehakt. Vor dem entscheidenden Gruppenspiel strotzt die DEB-Auswahl vor Selbstvertrauen.

Aus Köln berichtet Rainer Nachtwey

Köln - Michael Wolf merkt man den Ärger über die vergebene Großchance bei der 0:1-Niederlage im zweiten Gruppenspiel gegen Finnland nicht mehr an.

"Das ist abgehakt. Finnland war Finnland. Jetzt geht es gegen Dänemark um alles und jeder ist heiß darauf", sagt der Stürmer der Iserlohn Rooster nach dem Vormittagstraining bei SPORT1 (Statistiken).

Mit viel Optimismus geht die deutsche Auswahl in das alles entscheidende Gruppenspiel gegen die bereits qualifizierten Dänen (Mi., ab 16 Uhr LIVE im Ticker und im TV auf SPORT1).

Rausgehen und gewinnen

"Wir haben allen Grund dazu", sagte Routinier Sven Felski. "Wenn uns vor einer Woche einer gesagt hätte, dass wir gegen die Amerikaner und Finnen nur zwei Tore kassieren und zwei Punkte holen, hätten wir in die Hände geklatscht."

Für Patrick Hager ist die Rechnung, auch wenn laut Bundestrainer Uwe Krupp keiner an Rechenspiele denkt, einfach: "Wir gehen mit der richtigen Einstellung rein, gewinnen das Spiel und stehen in der Zwischenrunde."

Agieren statt reagieren

Nicht nur die Spieler, auch die Trainer versprühen den Glauben, in die nächste Runde einzuziehen.

"Im letzten Drittel haben wir gut gespielt. Diesen Schwung müssen wir ins Spiel gegen Dänemark mitnehmen", sagt Krupp. "Wir wollen gegen Dänemark agieren und sie unter Druck setzen. Wir haben es selbst in der Hand, die Zwischenrunde zu erreichen."

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Ruhiger Abend statt Bangen

Auf einen Erfolg der Finnen gegen die USA (ab 20 Uhr LIVE im Ticker und im TV auf SPORT1) in regulärer Spielzeit - dann wäre die deutsche Mannschaft unabhängig von einer Niederlage gegen Dänemark in der Zwischenrunde - wollen die DEB-Akteure nicht vertrauen (Alles zur Eishockey-WM).

"Wir wollen das Spiel gegen Dänemark gewinnen. Dann sind wir weiter und können uns in aller Ruhe das Spiel am Abend anschauen", sagt Wolf.

Endras erwartet aggressive Dänen

Dennoch warnt der Coach vor dem bereits qualifizierten Gegner. "Ich glaube nicht, dass es die Sache leichter macht", sagt Krupp.

Dennis Endras, der im letzten Gruppenspiel wieder das Tor hüten wird, erwartet eine aggressive dänische Mannschaft. "Die wollen auch gegen uns gewinnen, damit sie mit möglichst vielen Punkten in die Zwischenrunde gehen."

Kein Abtasten

Der Keeper erwartet eine forsche dänische Mannschaft: "Ich glaube nicht, dass es ein Abtasten wird. Sie wollen in der Offensive Akzente setzen. Sie haben gezeigt, was sie können."

Ähnlich sieht es Bundestrainer Krupp. "Dänemark ist nicht defensiver eingestellt als Finnland oder die USA. Sie spielen sehr diszipliniert, geben dir nicht viel Raum auf dem Eis und sind sehr erfolgreich damit."

Daher lautet der Schlüssel zum Erfolg: "In der Defensive gut stehen, eine gute Torhüterleistung und in der Offensive die Chancen herausarbeiten", sagt Krupp.

Kreutzer nachnominiert

Erstmals seinen Teil dazu beitragen soll Daniel Kreutzer. Krupp verteilte den letzten freien Kaderplatz an den Stürmer der DEG.

"In der Verteidigung bin ich sehr zufrieden. Daniel gibt uns im Angriff mehr Optionen. Er kann sowohl in Unterzahl als auch in Überzahl spielen", begründete Krupp seinen Entschluss.

Neue Reihenkonstellation

Aber wo soll Kreutzer eingesetzt werden? "Er wird in der Reihe mit Felski und Barta spielen. Tripp geht dafür hoch."

Für das Dänemark-Spiel hat Krupp zudem weitere Umstellungen angekündigt.

"Wir versuchen neue Kombinationen. Wir haben vorne ganz ordentlich gespielt. Aber wenn du keine Tore schießt, musst du umstellen", führt der Bundestrainer aus.

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