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Die USA gewann bisher zweimal die olympische Gold-Medaille © getty

Die USA muss ihre Titelträume begraben. Gegen Finnland kassieren die Nordamerikaner ihre dritte Pleite. Auch Kanada verliert.

Köln - Nach der dritten Vorrunden-Pleite muss das mit 20 NHL-Cracks gespickte US-Team bei der WM in die Relegation.

Der Olympiazweite von Vancouver, der Deutschland und Dänemark jeweils mit 1:2 nach Verlängerung unterlag, verlor am Mittwochabend 2:3 (1:0, 0:1, 1:2) gegen Finnland und belegt nach der Vorrunde den letzten Rang. (Alles zur Eishockey-WM)

Die USA musste zuletzt bei der WM 2003 in Finnland in die Relegationsrunde. Die Finnen hingegen wendeten hingegen eine historische Pleite ab und holten sich mit sechs Punkten den Sieg in der Gruppe D vor Deutschland und Dänemark, die jeweils fünf Zähler aufweisen.

Eine Niederlage und der Gang in die Relegation wäre für Finnland das schlechteste WM-Ergebnis aller Zeiten gewesen.

Schweiz besiegt Kanada

Auch Olympiasieger und Titelfavorit Kanada hat sich kräftig blamiert und überraschend den Sieg in der Gruppe B verpasst.

Der 24-malige Weltmeister unterlag nach den beiden klaren Auftaktsiegen gegen Italien und Lettland im letzten Gruppenspiel in Mannheim der Schweiz deutlich mit 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) und kassierte im 30. WM-Duell mit den Eidgenossen die erste Niederlage.

Damit feierte das Schweizer Team des neuen kanadischen Trainers Sean Simpson den dritten Sieg im dritten Spiel und nimmt sechs Punkte mit in die Zwischenrunde, Kanada nur drei.

Italien in der Relegation

Italien muss unterdessen gleich im ersten Jahr nach ihrem Aufstieg wieder um die Erstligazugehörigkeit bangen (Statistiken) .

Im entscheidenden Duell der bislang punktlosen Teams verlor die "Squadra Azzurra" gegen Lettland mit 2:5 (1:1, 0:1, 1:3) und muss ebenfalls in die Relegationsrunde.

USA mit Auftakt nach Maß

In Köln hatten die US-Amerikaner einen Start nach Maß. David Moss von den Calgary Flames brachte sein Team (4.) in Führung.

Doch im Mitteldrittel wurde der Druck der Finnen immer größer und Leo Komarov war mit einem Schalgschuss zum 1:1 erfolgreich (36.).

Kapanen mit der Entscheidung

Im Powerplay schlug dann Jarkko Immonen zu. Der Stürmer, der beim 1:0 gegen Deutschland das goldene Tor erzielt hatte, war nach 18 Sekunden des Schlussabschnitts erfolgreich (41.).

Alles klar machte Sami Kapanen (58.). Der US-Anschlusstreffer durch TJ Oshie 17 Sekunden vor Schluss kam zu spät.

Schnelles 2:0 für die Eidgenossen

In Mannheim trauten die Zuschauer ihren Augen nicht. Ivo Rüthemann (12.) und Martin Plüss (15.) sorgten mit einem Doppelpack für ein schnelles 2:0.

Zu diesem Zeitpunkt war NHL-Torschützenkönig Steve Stamkos nicht auf dem Eis, der Center von Tampa Bay Lightning ließ sich behandeln und kehrte später aber wieder zurück.

Top-Pick John Tavares brachte den Favoriten kurzfristig wieder heran (15.), doch Martin Ambühl (22.) und Thomas Deruns (46.) sorgten für klare Verhältnisse.

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