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Keeper Peter Budaj wurde gegen Dänemark nach drei Gegentreffern schon nach fünf Minuten ersetzt © getty

Ein starkes Drittel reicht den Dänen für einen Kantersieg gegen die Slowakei. Finnland siegt verdient gegen Weißrussland.

Köln - Mit einem weiteren Husarenstück ist Dänemark der erstmaligen Viertelfinal-Qualifikation bei einer WM einen großen Schritt näher gekommen.

Das Überraschungsteam feierte mit dem 6:0 (6:0, 0:0, 0:0)-Kantersieg gegen die Slowakei den höchsten Sieg bei einer A-WM und übernahm mit sechs Punkten vor dem Abendspiel zwischen Finnland und Weißrussland die Führung in der Zwischenrunden-Gruppe E, der auch Deutschland angehört.

Vor einer Minikulisse von 4442 Zuschauern in der Arena in Köln demütigte Dänemark dabei den Weltmeister von 2003 mit sechs Toren in den ersten 14 Minuten. (Statistiken)

3:0 nach 280 Sekunden

In 15 WM-Teilnahmen hat ein slowakisches Team noch nie einen derartigen Albtraum in einem Drittel erlebt, die bisher höchsten Pleiten waren ein 2:8 (1999) und ein 0:8 (2009) gegen Tschechien.

Nach 280 Sekunden stand es bereits 3:0 für Dänemark, das am Mittwoch in der Vorrunde noch 1:3 gegen Gastgeber Deutschland verloren hatte.

Peter Regin (2.), Philip Larsen in 5:3-Überzahl (5.) und Mads Christensen im nachfolgenden einfachen Powerplay (5.) trafen. (Alles zur Eishockey-WM)

Nach drei Schüssen und drei Treffern war für den slowakischen Starting-Goalie Peter Budaj damit die Partie beendet.

Stana ersetzt Keeper Budaj

Doch Vertreter Ratislav Stana erging es wenig besser.

Morten Madsen in Überzahl (11.), Morten Green (13.) und Stefan Lassen (14.) erzielten die weiteren Tore.

15:3 Schüsse lautete die Bilanz nach dem ersten Abschnitt.

Owetschkin verpasst das Beste

In zweiten Durchgang war die Begegnung dann ausgelichen.

Vor dem ebenfalls unspektakulären Schlussabschnitt trottete dann der russische Star Alexander Owetschkin in die Halle, um ein wenig Sport zu sehen.

Der Kapitän der Washington Capitals hatte da aber schon das Beste verpasst.

Auch Finnland bleibt auf Kurs

Auch Finnland hat nach einer weiteren überzeugenden Leistung Kurs auf das Viertelfinale genommen.

Der Olympia-Dritte kam zu einem verdienten 2:0 (0:0, 2:0, 0:0) gegen Weißrussland und hat wie Russland und Dänemark nun sechs Punkte auf dem Konto.

Die Weißrussen haben keine Punkte in die zweite Runde mitgenommen und werden Probleme haben, wie 2009 in der Schweiz das Viertelfinale zu erreichen.

Goalie Mesin alleine ohne Chance

Die Finnen dominierten über weite Strecken das Geschehen und schossen bei jeder Gelegenheit auf das Tor von Weißrusslands Goalie Andrej Mesin.

Der ehemalige DEL-Keeper parierte vor 5273 Zuschauern eine knappe halbe Stunde alles, ließ sich im zweiten finnischen Powerplay aber von Jarkko Immonen überrumpeln (28.).

Wenig später hatte Mesin bei einem Direktschuss von Juha-Pekka Hytonen (33.) aber keine Chance.

Schrecksekunde im zweiten Drittel

Eine Schrecksekunde gab es kurz vor Ende des zweiten Abschnitts.

Der weißrussische Verteidiger Kirill Gotowets musste nach einer unglücklichen Aktion auf einer Bahre von Sanitätern vom Eis gebracht werden.

Gotowets wurde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert.

Weißrussland trifft am Sonntagabend auf die deutsche Mannschaft, Finnland kann mit einem Sieg gegen die Slowakei am Montag den Viertelfinal-Einzug perfekt machen.

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