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Christian Ehrhoff erzielt gegen Russland den 1:2-Anschlusstreffer © getty

Nach der Niederlage gegen Russland geht es für das DEB-Team gegen Weißrussland um Revanche und Zähler zum Viertelfinal-Einzug.

Köln - Nach dem Rendezvous mit den russischen Superstars wird es ernst für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft.

Die Punkte zum Einzug ins Viertelfinale bei der Heim-WM sollen bei einer Olympia-Revanche und beim Wiedersehen mit dem Lieblingsgegner eingefahren werden.

"Wir haben noch eine Rechnung offen", sagte Torjäger Michael Wolf vor dem zweiten Zwischenrundenspiel am Sonntag (ab 19.45 Uhr live im TICKER und im TV auf SPORT1) gegen Weißrussland: "Das könnte das entscheidende Spiel werden." Trainer Krupp sieht bei SPORT1 die Chancen gegen die Weißrussen bei "Fifty-Fifty".

Brisanz gegeben

Nach dem Duell mit Alexander Owetschkin und Niederlage gegen Weltmeister Russland am Samstagabend (Video) ist die Partie gegen die Weißrussen nicht nur wegen der Tabellenkonstellation in der Gruppe E brisant, sondern auch wegen des letzten Aufeinandertreffens vor drei Monaten.

Bei den Olympischen Spielen in Vancouver verlor die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), nachdem sie einen 1:3-Rückstand aufgeholt hatte, noch 3:5. (WM-Statistiken)

Selters statt Sekt

Statt des möglichen K.o.-Spiels um den Viertelfinaleinzug gegen die Schweiz gab es für das Team von Bundestrainer Uwe Krupp ein 2:8-Debakel gegen Gastgeber Kanada. Die DEB-Auswahl flog mit dem schlechtesten Olympia-Ergebnis ihrer Geschichte nach Hause.

Lieblingsgegener wartet

Auf Punkte spekulieren Wolf und Co. aber auch am Dienstag (16 Uhr live im TICKER und im TV auf SPORT1) gegen die Slowakei. Nicht nur, weil der Weltmeister von 2002 beim sensationellen 0:6 am Freitag gegen Dänemark völlig von der Rolle war, sondern auch, weil sie zuletzt gegen ihren Lieblingsgegner immer gut aussahen.

Vier Spiele in Folge gewann die DEB-Auswahl gegen die Slowakei, darunter auch das letzte WM-Duell 2008 in Halifax (4:2), ehe sie sich in der WM-Vorbereitung unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben musste.

Doppelseitiges Schlüsselspiel

Auch für die Gegner ist die Begegnung mit Deutschland "ein Schlüsselspiel", wie Weißrusslands Torwart Andrej Mesin betonte. "Wir brauchen unbedingt diese drei Punkte", sagte der ehemalige DEL-Profi bei SPORT1 und fügte an: "Wenn die Deutschen gewinnen, haben sie beste Chancen, in die K.o.-Runde einzuziehen. Da wollen wir auch hin."

Mesin kennt die Situation

Was ihn in der Kölner Arena erwartet, weiß der 35-Jährige aus eigener Erfahrung. Von 1998 bis 2002 stand er bei den Nürnberg Ice Tigers und den Berlin Capitals im Tor.(Alles zur Eishockey-WM)

"Deutschland hat die volle Unterstützung der eigenen Fans", sagte Mesin nach dem 0:2 zum Zwischenrundenauftakt gegen Finnland, bei dem er einmal mehr seine große Klasse trotz seines Alters bewies: "Ich weiß aus meiner Zeit in Deutschland, wie schwer es ist, auswärts zu gewinnen. Das ist ein großer Faktor für die deutsche Mannschaft."

Doch eines weiß Menzin sicher: "Das wird sicherlich ein tolles Match. Ich hoffe, die Fans werden ihren Spaß haben."

Goalie hat Respekt

Nach den starken Vorstellungen in der Vorrunde hat der Torwart-Oldie großen Respekt vor der DEB-Auswahl: "Sie ist robust, spielt einfaches und hartes Eishockey und ist defensiv sehr gut organisiert. Nur drei Gegentore in drei Vorrundenspielen sprechen für sich."

Wie man bei einer WM in Deutschland gegen den Gastgeber gewinnt, weiß Mesin auch: 2001 war er schon dabei, als die Weißrussen in Köln 2:0 siegten - allerdings ohne Folgen, denn die Mannschaft des damaligen Bundestrainers Hans Zach hatte bereits die nächste Runde erreicht.

Minsker und KHL-Mischung

Mesin ist einer von zehn Spielern im weißrussischen Kader, der für den Hauptstadtklub Dinamo Minsk aufs Eis geht. Der Kern des Teams spielt das ganze Jahr zusammen in der KHL, der zweitstärksten Liga der Welt.

Mit seinem Triumph beim letztjährigen Spengler Cup bewies der Klub seine internationale Klasse. Ergänzt wird das Team durch die NHL-Profis Ruslan Salei (Colorado Avalanche) und Michail Grabowski (Toronto Maple Leafs).

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