vergrößernverkleinern
Der Finne Antti Miettinen (r.) bereitete das 4:1 von Jussi Jokinen vor © getty

Der Gegner im Endspiel ums Viertelfinalticket muss sich Finnland geschlagen geben. Davon profitiert Dänemark. Die Schweiz verliert.

Mannheim/Köln - Der Olympiadritte Finnland verlängert sein Viertelfinal-Abonnement, die Slowakei patzt vor dem entscheidenden Duell gegen Deutschland und die Schweiz lernt das Verlieren kennen:

22 Stunden vor dem Showdown um den vierten und letzten Viertelfinalplatz der Zwischenrundengruppe E am Dienstag (ab 16 Uhr im LIVE-TICKER und im TV auf SPORT1) in Köln verloren die Slowaken mit 2:5 (0:0, 0:3, 2:2) gegen den Olympia-Dritten Finnland, der damit sein Ticket für die K.o.-Runde endgültig löste.

Die Nordeuropäer sind seit 1957 Stammgast unter den ersten Acht bei Weltmeisterschaften und verhalfen zudem Überraschungsteam Dänemark zum bislang größten WM-Erfolg. Unabhängig von der 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)-Niederlage gegen Weißrussland stand Dänemark bereits vorzeitig als Viertelfinalteilnehmer fest.

Zwei Tore von Jokinen

Bei den Slowaken konnte auch der nachnominierte Altstar Miroslav Satan, der sein Land 2002 zum einzigen WM-Titel geführt hatte, die zweite Pleite in der Zwischenrunde nach dem peinlichen 0:6 gegen Dänemark nicht verhindern.

Petri Kontiola (30.), Weltrekordler Petteri Nummelin, der seine 15. WM bestreitet (31.), und Jussi Jokinen (34.) sorgten vor 3474 Zuschauern in Köln innerhalb von vier Minuten für die Entscheidung zugunsten der Finnen.

Jokinen (57.) und Juhamatti Aaltonen (59.) erzielten die weiteren Tore (Die WM-Statistik).

Den Slowaken, für die Tomas Tatar (42.) und Vladimir Mihalik (59.) trafen, misslang die Revanche für die 3:5-Niederlage vor drei Monaten im Bronzespiel bei Olympia in Vancouver.

Weißrussen gescheitert

Vor nur 3257 Zuschauern in Köln brachte Lars Eller die Dänen bereits nach 38 Sekunden in Führung. Andrej Stas gelang der Ausgleich (37.).

Den Sieg für die bereits ausgeschiedenen Weißrussen brachte Michail Stefanowitsch (58.) unter Dach und Fach.

Erste Pleite für Schweiz

Derweil ist der Schweizer Siegeszug bei der WM gestoppt. Die zuvor in vier Spielen ungeschlagenen Eidgenossen mussten sich Norwegen mit 2:3 (1:3, 0:0, 0:1) geschlagen geben.

Die Eidgenossen ließen vor der WM-Minuskulisse von nur 1896 Zuschauern in der Mannheimer Arena anfangs fast alles von dem vermissen, was sie in den Begegnungen zuvor ausgezeichnet hatte.

Die Spieler standen oft viel zu weit weg von den Gegnern, vom gefürchteten Forchecking war kaum etwas zu sehen.

Grotnes hält stark

Folgerichtig schossen Anders Bastiansen (4.) und Lars Erik Spets (7.) schnell eine Führung für die Wikinger heraus (Alles zur Eishockey-WM).

Der 1:2-Anschlusstreffer für die Schweiz durch Damian Brunner währte nicht lange, denn Mats Zuccarello Aasen (19.) stellte den Zwei-Tore-Vorspung wieder her.

Ab dem Mitteldrittel übten die Eidgenossen wesentlich mehr Druck auf das gegnerische Tor aus, doch die Norweger retteten mit etwas Glück und einem starken Goalie Pal Grotnes den Vorsprung, ehe Julien Vauclair (57.) noch einmal auf 2:3 verkürzen konnte.

Schweiz hat es in der Hand

Dennoch kann das Team des kanadischen Trainers Sean Simpson mit einem Sieg am Dienstag (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER und im TV auf SPORT1) im Top-Duell gegen die punktgleichen Schweden die Gruppe F als Tabellenführer abschließen.

Im Viertelfinale am Donnerstag wäre dann auch ein Duell mit dem deutschen Team möglich.

Tschechien benötigt Punkt gegen Kanada

Wegen der Schweizer Niederlage muss nun schechien zittern. Zwar gewann der Olympiasieger von 1998 gegen Lettland mit 3:1 (0:0, 2:0, 1:1) und darf damit weiter auf die K.o.-Runde hoffen, benötigt aber durch den überraschenden norwegischen Sieg in ihrem letzten Spiel am Dienstag (16.15 Uhr) gegen Olympiasieger Kanada mindestens einen Punkt.

Ansonsten würde der gewonnene direkte Vergleich zugunsten der Norweger entscheiden und Tschechien eine historische Pleite erleben: Noch nie schloss der Weltranglistensechste eine WM schlechter als auf Platz sieben ab.

Kapitän Tomas Rolinek brachte mit zwei Treffern (23. und 38.) im Unterzahlspiel den elfmaligen Weltmeister auf die Siegerstraße. Nur 46 Sekunden nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Sergejs Pecura (53.) stellte Roman Cervenka (53.) den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel