Nach dem Motto der Fußball-Europameister von 1996 hat Krupp seine Mannschaft für die Heim-WM aufgebaut. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Berti Vogts hat den Satz "Der Star ist die Mannschaft" bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 geprägt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass bei der deutschen EIshockey-Nationalmannschaft immer wieder ein neuer "Held des Tages" hervortritt.

Zwar hat die DEB-Auswahl in Marcel Goc und Christian Ehrhoff herausragende Einzelkönner, aber es waren in den ersten Spielen die Keeper, gegen Dänemark die erste Sturmreihe, die großen Anteil an den Erfolgen hatten.

Im entscheidenden Zwischenrundenendspiel um den den Einzug ins Viertelfinale gegen die Slowakei (Die Highlights im VIDEO) nun die vierte Sturmreihe.

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Erstmals seit sieben Jahren steht die deutsche Nationalmannschaft bei einer WM wieder unter den besten Acht. Ein beachtlicher Erfolg.

Immer wieder betonen Spieler und Trainer Uwe Krupp, wie wichtig das "Zusammen" ist. Anders wäre eine so herausragende Leistung gegen Weltmeister Russland bei der äußerst knappen 2:3-Niederlage nicht möglich gewesen.

Jeder setzt sich für den anderen ein, und die Stars wie Goc und Ehrhoff stellen sich in den Dienst der Mannschaft.

Großen Anteil daran hat Bundestrainer Uwe Krupp, der trotz großer Kritik und vieler Rückschläge über vier Jahre ein Team aufgebaut hat, das zum Höhepunkt Heim-WM seine beste Leistung zeigt.

Krupp hat seine Linie durchgezogen, hat auf Spieler wie den zweimaligen DEL-Topscorer Robert Hock verzichtet oder Thomas Greilinger, bester DEL-Torschütze der Saison, noch vor der WM aus dem Kader gestrichen.

Und Krupp liegt mit seinen Entscheidungen, seinem "Bauchgefühl" richtig. Ob bei der Kaderzusammenstellung, der Torhüter-Auswahl oder der Reihenformation - der Bundestrainer hat bei dieser WM den Riecher.

Zumal gesetzte Spieler wie T.J. Mulock, Michael Bakos oder die NHL-Stars Jochen Hecht, Marco Sturm und Dennis Seidenberg nach dem Ausscheiden ihrer Klubs in den NHL-Playoffs aufgrund von Verletzungen nicht zu Verfügung stehen. Ein Klagen hat man von Krupp nicht vernommen.

Nicht umsonst hat DEB-Sportdirektor Franz Reindl bereits während der WM festgestellt: "Krupp muss bleiben." Wie sich der Bundestrainer entscheidet, will er erst nach der WM bekannt geben.

Eines ist jedoch klar: Je erfolgreicher die deutsche Mannschaft spielt, desto eher weckt er auch Begehrlichkeiten bei Klubs.

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