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Uwe Krupp ist seit Dezember 2005 Trainer der deutschen Mannschaft © getty

Deutschland steht nach dem Sieg über die Slowakei im Viertelfinale. Im Interview spricht Krupp über den Viertelfinaleinzug.

München - Die Sensation ist perfekt.

Deutschland steht nach dem 2:1-Sieg über die Slowakei im WM-Viertelfinale ? das erste Mal seit sieben Jahren. 238969(DIASHOW: Die Bilder vom Spiel)

"Wir haben etwas ganz Großes für das deutsche Eishockey erreicht. Wir hatten viel Druck vor der WM. Dem haben wir standgehalten", sagte Torschütze Daniel Kreutzer nach dem Spiel.

Trainer Uwe Krupp ist "stolz auf die Mannschaft", hatte ihr doch vor der WM eine solche Leistung so gut wie keiner zugetraut. (Die WM-Statistiken)

Es war die vierte und damit vermeintlich schwächere Reihe um Felski, Barta und Kreutzer, die den Sieg für das DEB-Team herausschoss.

"Das ist nicht unsere vierte Reihe, das ist unsere erfahrene Reihe", stellt Krupp jedoch klar.

Vor dem Spiel gegen die Schweiz (Do., ab 20 Uhr live im Ticker und im TV auf SPORT1) spricht der DEB-Coach im Interview über den Viertelfinaleinzug, dessen Bedeutung und den Unterschied zur letzten WM.

Frage: "Herr Krupp, die deutsche Nationalmannschaft hat zum ersten Mal seit sieben Jahren das WM-Viertelfinale erreicht. Wie ordnen Sie die Leistung ein?"

Uwe Krupp: "Ich bin stolz auf die Mannschaft. Die Jungs sind charakterlich unheimlich stark, sie sind mit Motivation und Ehrgeiz dabei. Man kann auch hier nicht sagen, dass wir die glücklichste Mannschaft waren. Aber wir arbeiten immer hart. Und wenn es nicht am Glück liegt und du hast trotzdem Erfolg, dann kommst du irgendwann an den Punkt und musst anerkennen, dass diese Mannschaft einfach gut ist."

Frage: "Die vierte Reihe mit Alexander Barta, Daniel Kreutzer und Sven Felski hat überragend gespielt und beide Tore erzielt. Wie froh sind sie, so eine vierte Reihe zu haben?"

Krupp: "Das ist nicht unsere vierte Reihe, das ist unsere erfahrene Reihe. Sie sind sehr verlässlich und produzieren jetzt auch noch vorne, das sind alles Krieger. Alex Barta spielt sein bestes Eishockey, das hilft der Mannschaft, aber das hilft auch ihm selbst. Daniel Kreutzer spielt eine andere Rolle als in Düsseldorf. Er hat sich im Moment viel Eiszeit verdient."

Frage: "Wie würden Sie Ihre Mannschaft charakterisieren?"

Krupp: "Die Spieler, die wir hier haben, haben sich im deutschen Eishockey in ihren Vereine durchgebissen. Es freut mich, dass sie auch international Erfolg haben. Die Chemie stimmt."

Frage: "Wie erklären Sie sich den Leistungsunterschied zum WM-Debakel im vergangenen Jahr in Bern?"

Krupp: "Es ist eine andere Mannschaft. Wir haben eine komplett andere Abwehr, sieben Verteidiger sind neu. In der Offensive ist der Einfluss von Marcel Goc und Felix Schütz nicht zu unterschätzen. Alle halten sich an die Vorgaben, nehmen ihre Sache ernst und machen einfach einen guten Job."

Frage: "Welche Bedeutung hat der Viertelfinaleinzug?"

Krupp: "Das ist eine Riesensache für uns. Seit 2003 waren wir nicht mehr in dieser Position. Es ist schön, dass wir im eigenen Land spielen und es gut klappt. Der sportliche Erfolg bestimmt immer, wie man eine WM in Erinnerung behält."

Frage: "Was ist jetzt noch möglich?"

Krupp: "Wir werden jetzt mit der Mannschaft diskutieren. Wir hatten uns im Vorfeld Ziele gesetzt. Für die meisten Jungs war es das Viertelfinale. Jetzt werden wir uns zusammensetzen und sehen, wie hoch wir zielen. Dann gehen wir dieses Ziel an. Wir genießen den Moment, aber wir wollen noch ein bisschen mehr."

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