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Tomas Vokoun (M.) hielt im Shootout zwei der drei Penaltys © getty

Die Tre Kronor lassen "Danish Dynamite" keine Chance. Und Tschechien setzt sich im Penaltyschießen gegen Finnland durch.

Köln/Mannheim - Schweden und Tschechien kämpfen am Samstag bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Deutschland um den Einzug in das Finale.

Der elfmalige Weltmeister Tschechien um Altstar Jaromir Jagr, der Schweden in der Zwischenrunde 2:1 besiegt hatte, zeigte große Nervenstärke und machte den Halbfinal-Einzug in Köln mit einem 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen gegen Finnland perfekt. (das Video)

Die Tre Kronor setzten sich in Mannheim im Viertelfinale problemlos mit 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) gegen Dänemark durch und beendeten das Märchen des kleinen Nachbarn.

Tschechen mit schlechter Bilanz

Der zehnmalige Champion Schweden hatte Tschechien im letzten K.o.-Duell bei der WM 2008 im Viertelfinale aus dem Turnier geworfen (3:2 n.V.). 2006 hatte Tschechien das Finale 0:4 gegen die Skandinavier verloren.

Tschechiens Goalie Tomas Vokoun meinte zu Schweden: "Sie hatten in den vergangenen Jahren unsere Hausnummer. Wir müssen auf unser Spiel schauen und hart arbeiten."

Am Donnerstagabend ermitteln Deutschland und die Schweiz in Mannheim (ab 20 Uhr LIVE im Ticker und im TV auf SPORT1) sowie Russland und Kanada in Köln die zweite Halbfinal-Paarung (ab 20 Uhr LIVE im Ticker und im LIVESTREAM).

Kontiola bringt Finnland in Führung

Vor 9258 Zuschauern in der nur zur Hälfte gefüllten Arena in Köln hatten die Finnen einen Blitzstart (Alles zur Eishockey-WM).

Einen herrlichen Pass von Verteidiger Janne Niskala an die gegnerische blaue Linie nahm Petri Kontiola auf, spielte Tschechiens Keeper Vokoun elegant aus und vollendete mit einem Rückhandheber zu seinem dritten Turnier-Tor.

Marek sorgt für Siegtreffer

Beide Goalies zeichneten sich in diesem Duell besonders aus. So hielt Vokuns Gegenüber Pekka Rinne seinen Kasten über zwei Drittel mit erstklassigen Paraden sauber.

Aber das vierte Powerplay nutzten die Tschechen dann durch Jakub Klepis (42.). Das umjubelte Siegtor im Shootout erzielte dann nach torloser zehnminütiger Verlängerung Jan Marek.

Nilson sorgt für Führung

Vor nur 3487 Zuschauern konnte der Außenseiter aus Dänemark, der erstmals das WM-Viertelfinale erreicht hatte, nur kurz von einer weiteren Sensation träumen.

Nach dem 1:0 durch Marcus Nilson (15.) hatte der Olympiasieger von 1994 und 2006 das Spiel jederzeit im Griff. Den sechsten Sieg im sechsten WM-Duell brachten Jonas

Andersson (28.), Rickard Wallin (33.) und Linus Ömark (54.) unter Dach und Fach (Die WM-Statistik).

Ende von "Danish Dynamite"

Kapitän Jesper Damgaard (34.) und Morten Madsen (58.) trafen für die Dänen, die zwei Minuten vor Schluss den Torwart vom Eis nahmen und noch einmal alles auf eine Karte setzten - ohne Erfolg.

Dänemark hatte mit Siegen gegen Finnland und USA (1:2 n.V.) in der Vorrunde sowie dem 6:0 gegen Ex-Weltmeister Slowakei für Furore gesorgt. Gegen das deutsche Team hatte man 1:3 in der Vorrunde verloren.

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