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Radek Martinek spielt seit 2001 für die New York Islanders © getty

Für den schwer verletzten Martinek ist die WM beendet. Übeltäter Kuldas wird drei Spiele gesperrt. Schweden patzt gleich.

Bratislava/Kosice - Titelverteidiger Tschechien ist bei der Eishockey-WM in der Slowakei nur schwer aus den Startlöchern gekommen.

Zum Auftakt in der Vorrundengruppe D in Bratislava bezwang der zwölfmalige Weltmeister den Außenseiter Lettland erst nach hartnäckiger Gegenwehr mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0).

Mitfavorit Schweden legte beim 4:5 (3:1, 2:0, 1:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen im Nachbarschaftsduell mit Norwegen in der Gruppe C sogar einen Fehlstart hin. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Allerdings: Beim bittersüßen Sieg der Tschechen verlor das Team um Altstar Jaromir Jagr schon im ersten Drittel NHL-Verteidiger Radek Martinek, der nach Arturs Kuldas brutalem Check an die Bande bewusstlos vom Eis gebracht werden musste.

Kuldas für drei Spiele gesperrt

Der lettische Haudegen wurde vom Weltverband IIHF für drei Spiele gesperrt, kann erst wieder im zweiten Spiel der Zwischenrunde bzw. der Abstiegsrunde ins Turnier-Geschehen eingreifen.

Gegen Finnland und Dänemark steht der Verteidiger Coach Olegs Znaroks aber definitiv nicht zur Verfügung.

"Die Videoaufzeichnungen zeigen, das Kulda in der Situation hochspringt und dabei Martineks Kopf- und Halsbereich trifft", sagte Jan-Ake Edvinsson, Vorsitzender der Disziplinarkommission.

WM für Martinek gelaufen

Nach Angaben des tschechischen Mannschaftsarztes erlitt Martinek Verletzungen am Kopf und an den Halswirbeln. 388833(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

Der Abwehrspieler der New York Islanders versuchte nach dem harten Check von Kulda zunächst aufzustehen, blieb dann aber regungslos liegen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

"Er war eine Weile bewusstlos, dann aber ansprechbar. Sein Zustand ist stabil", sagte Teamarzt Radomir Holibka im tschechischen Fernsehen, ergänzte aber, dass die WM für Martinek beendet sei.

Tschechen zweimal in Rückstand

Zweimal gerieten die Tschechen durch Tore von Lauris Darzins (10. ) und Roberts Bukarts (22.) in Rückstand.

Den Auftaktsieg besorgten Tomas Rolinek (18.), Patrik Elias (33. ), Martin Havlat (42.) und Roman Cervenka (59.) dann aber doch noch.

Schweden verspielt Sieg

Die Schweden wiederum verspielten gleich dreimal eine Führung: Nach dem 1:0, auch beim Stand von 3:1 und 4:3.

Anders Bastiansen aber erzwang fünf Minuten vor Schluss für die Norweger die Verlängerung, in der keine Tore fielen. (Der SPORT1-Der Favoritencheck)

Den entscheidenden Penalty verwandelte schließlich Per-Age Skroder.

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