Der deutsche WM-Höhenflug hat nur wenig mit Glück und Zufall zu tun. Vielmehr ist er die Frucht harter Entwicklungsarbeit.

"Und so spielt man Eishockey", sangen die wenigen, von der Anzahl rund 50 deutschen Fans. Es war für 50 Anhänger dennoch deutlich zu hören.

Denn die deutsche Nationalmannschaft hatte es mit einer überragenden Leistung geschafft, die restlichen rund 9000 Zuschauer zum Verstummen zu bringen.

Der zweite WM-Sieg im zweiten Spiel, diesmal gegen die Slowakei, fünf Drittel in Serie ohne Gegentor - damit übertraf die Auswahl von Bundestrainer Uwe Krupp selbst die kühnsten Erwartungen. (SPIELBERICHT: Deutschland-Slowakei)

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Nicht allein durch das Ergebnis, das ist immer wieder einmal möglich durch Glück, durch gewisse Umstände, durch Zufälle.

Die Mannschaft überzeugte vielmehr mit einer Leistung, die ihr kaum einer zugetraut hatte.

Hieß es nach dem Russland-Spiel noch, die Sbornaja sei nicht in Bestbesetzung angetreten, kann dies beim Sieg über die Slowakei keineswegs geltend gemacht werden.

Die Slowaken hatten die bestmögliche Mannschaft zur Verfügung. Wie Krupp es ausdrückte: eine "Weltklasse-Mannschaft auf Olympia-Level". (393356DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

Auch diese Weltklassemannschaft hat die DEB-Auswahl besiegt, der zweite große Erfolg innerhalb von drei Tagen.

Die Mannschaft tritt selbstbewusst, selbstsicher, souverän auf, sie glaubt an sich. All dies hat der Bundestrainer der Truppe eingeimpft, hat aus ihr eine Einheit gebildet - und dazu spielt sie auch noch aufopferungsvolles, ansehnliches Eishockey.

All diese Eigenheiten lassen darauf schließen, dass es sich hier nicht um eine Momentaufnahme handelt, sondern, dass eine länger anhaltende Zugehörigkeit nicht in, aber doch an der Weltspitze möglich ist.

Denn man darf nicht vergessen, dass Krupp diese Truppe aus bereits etablierten Kräften und Spielern aus den Nachwuchsmannschaften heraus gebildet und gefördert hat.

Nicht umsonst spricht Sportdirektor Franz Reindl davon, dass der DEB nun die Früchte der harten Entwicklungsarbeit erntet.

Auch wenn es nach zwei Spielen schwerlich zu beurteilen ist, der Erfolg und ist bereits jetzt da.

Und er kann definitiv länger anhalten: Es deutet nichts darauf hin, dass er eine Eintagsfliege ist.

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