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Tomas Surovy (l. mit Tyutin) steht mit der Slowakei vor dem WM-Aus © getty

Die Slowaken verlieren gegen Russland zum Vorrundenabschluss und gehen ohne Punkte in die Zwischenrunde. Kanada bleibt souverän.

Bratislava/Kosice - Gastgeber Slowakei droht bei der WM das frühe Aus (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Zum Vorrundenabschluss verlor das Team um NHL-Star Marian Hossa 3:4 (1:2, 2:1, 0:1) gegen Rekordweltmeister Russland und geht ohne Punkte in die Zwischenrunde.

Der Viertelfinal-Einzug, das Minimalziel vor eigenem Publikum, ist damit in weite Ferne gerückt.

Die Russen nehmen dagegen als Zweiter der Gruppe A hinter der deutschen Nationalmannschaft drei Punkte mit.

Kanada mit weißer Weste

In der Gruppe B sicherte sich Olympiasieger Kanada mit dem dritten Sieg im dritten Spiel Platz eins.

Beim 4:3 (0:1, 2:0 1:2, 1:0) gegen die Schweiz mussten die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland allerdings in die Verlängerung.

In die Abstiegsrunde muss überraschend Weißrussland. Der Weltranglistenzehnte kassierte mit 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:1) nach Verlängerung gegen Frankreich die dritte Pleite im dritten Spiel.

Klasse Tor von Satan

Die 9500 Zuschauer in der Ondrej Nepela Arena in Bratislava sahen einen spektakulären Auftakt: Schon nach 58 Sekunden brachte Alexander Radulow die Sbornaja in Front.

Nur 30 Sekunden später glich Altstar Miroslav Satan, einer von sieben Weltmeistern von 2002 im Team der Gastgeber, aus - er schlug den Puck aus der Luft ins Tor.

Danach wechselte die Führung mehrmals. Zunächst jubelten die Russen, als Ilja Nikulin zum 2:1 traf (19.).

Dann drehten Marian Gaborik (31.) und Ladislav Nagy (33.) den Spieß um - allerdings mit Unterstützung des erneut schwachen russischen Torhüters Jewgeni Nabokow (STATISTIK: Goalgetter und Hexer).

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Trainer Wjatscheslaw Bykow reagierte und nahm den ehemaligen NHL-Goalie nach dem 2:3 vom Eis. Nach dem Ausgleich durch Nikulin (39.) stocherte Kapitän Alexej Morosow den Puck zum 4:3 über die Linie (44.).

Schweiz erzwingt Overtime

In Kosice hatte Raphael Diaz (13.) die Schweiz in Führung gebracht, Kanada ging im zweiten Drittel durch Jordan Eberle (32.) und John Tavares (37.) in Front.

Felicien Du Bois (49.) glich zum 2:2 aus und nach Chris Stewarts 3:2 (58.) erzwang Andres Ambühl postwendend die Verlängerung für die Eidgenossen.

Huet hält alles

Die Weißrussen bissen sich an Frankreichs Torhüter Cristobal Huet die Zähne lange aus.

Egal, was aufs Tor kam, der ehemalige NHL-Goalie hielt alles. Selbst mit einem Penalty konnte Andrej Stas den 35-Jährigen nicht überwinden (49.).

Erst vier Minuten vor Schluss gelang Sergej Demagin der Ausgleich, nachdem Sacha Treille (13.) früh für die Franzosen getroffen hatte.

Nach nur 46 Sekunden in der Overtime sicherte der Ex-Kölner Kevin Hecquefeuille dem Außenseiter den vorzeitigen Klassenerhalt.

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