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Fyodor Tyutin (l.) schlägt mit Russland Carl Clutterbacks Kanada 2:1 © getty

Kanada muss sich trotz Führung geschlagen geben. Ein Lattenkracher sorgt für Wirbel. Auch die Finnen sind auf Medaillenkurs.

Bratislava - Der bislang so enttäuschende Rekordweltmeister Russland um Alexander Owetschkin hat überraschend Kanadas Eishockey-Jungstars bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei nach Hause geschickt.

Im Duell der Eishockey-Supermächte setzte sich die "Sbornaja" mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0) im Viertelfinale durch und nahm Kurs auf ihr 26. WM-Gold.

Das Team von Trainer Wjatscheslaw Bykow setzte damit seine WM-Dominanz gegen den Erzrivalen fort und feierte den vierten Sieg in drei Jahren.

Sowohl im Viertelfinale vor einem Jahr in Köln als auch in den Endspielen 2009 und 2008 hatten bereits die Russen triumphiert. Nur bei den Olympischen Spielen 2010 daheim in Vancouver hatten die Kanadier den 25-maligen Weltmeister mit 7:3 vom Eis gefegt (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Kowaltschuk sorgt für die Entscheidung

Bei der Neuauflage des Klassikers vor 9300 Zuschauern in Bratislava brachte Jason Spezza von den Ottawa Senators Kanada in Führung (26.).

Alexej Kaigarodow glich in Unterzahl aus (50.), Ilja Kowaltschuk sorgte mit seinem ersten Turniertor für die Entscheidung (54.) (STATISTIK: Goalgetter und Hexer).

Finnland besiegt Norwegen

Gegner von Owetschkin und Co. im Halbfinale ist am Freitag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) Finnland.

Der Weltmeister von 1995 schaltete mit äußerst effektivem Powerplay das Überraschungsteam aus Norwegen mit 4:1 (0: 0, 4:1, 0:0) aus. Drei Tore der Finnen fielen bei 5:4-Überzahl.

Im ersten Halbfinale stehen sich zuvor (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) der ungeschlagene Titelverteidiger Tschechien und Deutschland-Bezwinger Schweden (Bericht) gegenüber.

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Lattenkracher sorgt für Aufregung

Lange hielt das Duell der Erzrivalen nicht, was sich die Fans davon versprochen hatten. Erst im Schlussdrittel wurde es hochklassig.

Die Russen, die zuvor schon drei Niederlagen kassiert hatten, steigerten sich deutlich gegenüber den Gruppenspielen.

Aufregung gab es nach einem Lattenkracher von Ilja Nikulin, minutenlang schaute sich der Videorichter die Aufzeichnung an, ehe er kein Tor gab (42.). Doch davon ließ sich Bykows Team aber nicht aufhalten.

"Wikinger" ärgern Finnen lange

Die Finnen spielen erstmals seit Bronze 2008 wieder um Edelmetall.

Die Norweger, die in der Endabrechnung den sechsten Platz belegten, verbuchten trotz des Ausscheidens ihr bestes WM-Ergebnis seit Rang fünf 1962.

[kaltura id="0_cnmni997" class="full_size" title="Finnland im Halbfinale"]

Die "Wikinger" ärgerten vor 8947 Zuschauern in Bratislava den Favoriten über ein Drittel lang.

Zunächst hatten sie durch Mads Hansen (18.) und den Ex-Duisburger Lars-Erik Spets (19.) zwei hochkarätige Chancen zur Führung. Das 1:0 erzielte dann Ken Andre Olimb mit einem verwandelten Penalty (24.).

Finnen drehen die Partie im Power-Play

Die Finnen antworteten mit drei Powerplay-Toren innerhalb von neun Minten.

Jarkko Immonen (27. und 36.) und Tuomo Ruutu (29.) drehten jeweils bei 5:4-Überzahl das Spiel. Jani Lajunen (39.) sorgte für die Entscheidung, als ein Spieler jeder Mannschaft auf der Strafbank saß.

Am Ende stand der 16. finnische Sieg im 17. WM-Duell bei einem Unentschieden.

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