vergrößernverkleinern
Travis Mullock (l.) und Frank Hordler stehen nach der Auftaktniederlage gegen Russland unter Druck © getty

Deutschland und Schweiz erwartet im zweiten Vorrundenspiel ein hart umkämpftes Derby. Bei den Schweizern steht ein Mann im Mittelpunkt.

Aus Bern berichtet Rainer Nachtwey

Bern - "Das Spiel gegen die Russen war nicht das Spiel, das wir gewinnen mussten. Die kommen erst noch", hatte Alexander Barta nach der 0:5-Auftaktniederlage gegen Weltmeister Russland (NACHBERICHT: Deutlich verloren, aber dennoch verloren) getönt.

Jetzt ist es soweit.

Am Sonntag (So., 16 Uhr LIVE) ist laut Sebastian Osterloh "Derbytime" angesagt, wenn die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp auf die Schweizer trifft (DATENCENTER: Die deutsche Gruppe B).

"Deutschland gegen die Schweiz ist ein Klassiker", sagt Schweiz-Trainer Ralph Krueger bei Sport1.de. "Ich glaube, die Duelle wurden in den letzten zwölf Jahren - seitdem ich hier in der Schweiz Trainer bin - jeweils nur mit einem Tor entschieden. Auf jeden Fall waren es immer sehr heiße und enge Begegnungen."

Kühlen Kopf bewahren

Da heißt es kühlen Kopf zu bewahren, der beiden Teams in ihren ersten Spielen gefehlt hatte. "Wir waren im Kopf blockiert", spricht Krueger die hohen Erwartungen der heimischen Fans an. "Der Druck gegen die Franzosen war enorm."

Bei den Deutschen hingegen waren es die unnötigen Strafzeiten, die ihnen das Leben schwer machten. "Es waren ein paar dumme dabei", sagt Verteidiger Moritz Müller bei Sport1.de. "Die dürfen wir uns gegen die Schweiz nicht leisten."

45 Schüsse gegen Frankreich

Dennoch zogen beide Teams viel Positives aus dem ersten Spiel.

"Wir haben uns viele Schüsse erarbeitet, Chancen herausgespielt und viel Druck auf das französische Tor entfacht", meint Krueger und fügt hinzu: "Unser Unterzahlspiel war sehr gut."

Ähnlich sieht es auch Mark Streit. "Wir haben 45 Schüsse auf das Tor abgegeben, das stimmt uns positiv", sagt der Schweizer Kapitän bei Sport1.de warnt aber gleichzeitig: "Gegen Deutschland müssen wir uns steigern."

Gerber erwartet "richtigen" Kampf

Die Schweizer erwarten gegen die deutsche Mannschaft ein körperlich hart geführtes Spiel.

"Das wird ein richtiger Kampf", sagt der Schweizer Keeper Martin Gerber von den Toronto Maple Leafs, der zu Saisonbeginn in der NHL mit Christoph Schubert gemeinsam in Ottawa spielte.

"Wir müssen von Beginn an hart am Mann sein. Die Deutschen werden sicher besser spielen wie Freitagnachmittag."

Schweizer setzen auf Tempo

Da hatten die DEB-Auswahl Probleme, dass hohe Tempo Russlands mitzugehen.

"Die Russen haben ein enormes Tempo an den Tag gelegt, und die Schweizer werden nicht viel langsamer spielen", meint Müller.

Dies haben sie auch bereits angekündigt. "Wir müssen unsere Geschwindigkeit ausspielen", weiß Streit.

Streit bringt geniales Etwas mit

Der Verteidiger der New York Islanders ist der große Hoffnungsträger bei den Eidgenossen. Gegen die Franzosen stand Streit mit knapp 30 Minuten fast die Hälfte der Spielzeit auf dem Eis. 95818(DIASHOW: Die Stars der WM 2009)

"Mark kann das geniale Etwas in das Spiel hereinbringen und damit ein Spiel entscheiden", lobt Krueger seinen Starspieler.

Sorgen bereitet Streit das defensive Spiel des Krupp-Teams, das er gegen Russland ausgemacht hat. "Was ich gesehen habe, standen sie extrem defensiv, mit fünf Mann in der neutralen Zone", sagt er. "Sie setzen auf Konter."

Bakos' Einsatz ungewiss

Aber nicht nur die Schweizer haben ihre Sorgen, auch Uwe Krupp - allen voran mit Michael Bakos.

Der Verteidiger hatte sich gegen Russland bei einem Check eine Platzwunde an der rechten Augenbraue zugezogen und anschließend über Kopfschmerzen geklagt.

"Ein Ausfall von Baki wäre ein großer Verlust", weist Osterloh auf die Wichtigkeit des Vize-Kapitäns hin. "Er ist einer unserer besten Verteidiger."

Ob Bakos auflaufen kann, wird sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden. "Mein Sichtfeld ist durch die Schwellung stark eingeschränkt. Ich hoffe, dass sie in den nächsten 24 Stunden zurückgeht", sagt er bei Sport1.de. "Wenn ich genug sehen kann, dann spiele ich."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel