Mit 545.000 Besuchern hat die Eishockey-WM in Deutschland nur knapp den Zuschauerrekord verpasst.

Lediglich rund 7000 Fans fehlten zur Bestmarke, die Tschechien 2004 mit 552.097 aufgestellt hatte.

"Wir wollten 400.000 bis 450.000 erreichen, unser Traum waren 500.000. Jetzt wachen wir auf mit 545.000", sagte Franz Reindl, Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und Generalsekretär des WM-Organisationskomitees: "Der große Gewinner ist der Eishockeysport in Deutschland."

Doch der ausrichtende DEB kann sich auch wirtschaftlich als Gewinner fühlen.

"Wir schreiben eine dicke schwarze Null", sagte Verbandspräsident Uwe Harnos: "Ich gehe davon aus, dass am Ende ein Gewinn herauskommen wird."

Den Überschuss muss der DEB allerdings mit dem Vermarkter Infront teilen, weil der sich zu 50 Prozent am OK beteiligt hatte.

400.000 zahlende Zuschauer seien der Break-even-Punkt, erklärte Harnos. In der Gesamtzuschauerzahl seien aber auch 20.000 bis 30.000 Karten enthalten, die der Veranstalter unentgeltlich zur Verfügung stellen muss.

Zudem gab es diverse PR-Aktionen, zum Beispiel mit Schulkindern in der Abstiegsrunde.

Eine Bestmarke stellte die WM 2010 aber noch zusätzlich zum Weltrekord im Eröffnungsspiel auf Schalke auf.

210.000 Zuschauer kamen zu den neun Spielen der deutschen Mannschaft - so viele wie nie zuvor bei einem WM-Heimteam.

Mit 77.803 Besuchern zum Auftakt auf Schalke hatte die WM für einen Zuschauerweltrekord gesorgt.

Doch auch der Standort Köln war ein Publikumsmagnet: 334.000 Besucher kamen zu den Spielen, mehr als bei der WM 2009 in der Schweiz insgesamt.

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