Der Weltverband IIHF hat Lettlands Arturs Kulda für drei Spiele gesperrt.

Der Verteidiger hatte bei der 2:4-Niederlage gegen Tschechien den gegnerischen Verteidiger Radek Martinek mit einem Check von hinten ins Krankenhaus geschickt.

"Die Videoaufzeichnungen zeigen, das Arturs Kulda in der Situation hochspringt und dabei Martineks Kopf- und Halsbereich trifft", sagte Jan-Ake Edvinsson, Vorsitzender der Disziplinarkommission.

Martinek hatte nach dem Check gegen die Bande noch versucht aufzustehen, war dann aber zusammengebrochen und musste auf einer Trage vom Eis gebracht werden.

Nach Angaben des tschechischen Teamarztes Radomir Holibka, war der Verteidiger der New York Islanders sogar "eine Weile bewusstlos, dann aber ansprechbar".

Noch auf dem Eis wurde Martinek eine Halskrause angelegt. Im Krankenhaus wurde eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert. Erste Befürchtungen, er könne eine Halswirbelverletzung davongetragen haben, bestätigten sich nicht.

"Die Computertomographie hat keine weiteren Verletzungen gezeigt. Aber die Chance, dass er bei der WM noch einmal spielen kann, ist sehr gering", sagte Beat Villiger, der Chef der medizinischen Kommission der IIHF.

Während für Martinek die WM damit vorzeitig beendet, kann Kulda im zweiten Spiel der Zwischenrunde bzw. der Abstiegsrunde wieder ins Geschehen eingreifen.

Gegen Finnland und Dänemark steht der Verteidiger Coach Olegs Znaroks aber definitiv nicht zur Verfügung.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel