Franz Reindl strebt nach der Weltmeisterschaft im eigenen Land eine Neuordnung im deutschen Eishockey an.

"Wir haben ein Strukturproblem, das wir lösen müssen", sagte der Generalsekretär und Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) im Interview mit "Handelsblatt Online".

Reindl will deshalb das deutsche Eishockey auf ein neues Fundament stellen. "Unsere dezentrale Führung lässt keine Fortschritte zu. Wir müssen unsere Struktur mit den vier Säulen überdenken. Nur so können wir das deutsche Eishockey voranbringen", sagte Reindl.

Ein entsprechendes Konzept werde er im Juli auf der Mitgliederversammlung des DEB vorlegen. Inhalte nannte er nicht.

Gegenwärtig sind vier Einheiten aktiv: Der Dachverband DEB ist für die Nationalmannschaften zuständig. Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) organisiert den Spielbetrieb der höchsten deutschen Spielklasse. Die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) vertritt die Eishockeyklubs der 2. Bundesliga und der Eishockey-Oberliga. Die Interessen der Ligen darunter nehmen 15 Landes-Eissportverbände wahr.

Ohnehin müssen DEL und DEB nach der WM zu Verhandlungen zusammenkommen, da der Kooperationsvertrag zwischen beiden Organisationen nach der kommenden Saison ausläuft.

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