Mehrere Pilotenfehler haben den Flugzeug-Absturz von Jaroslawl verursacht, bei dem alle Spieler des russischen Eishockey-Team Lokomotive Jaroslawl mit dem deutschen Nationalspieler Robert Dietrich ums Leben kamen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Untersuchungsbericht, der am Mittwoch vorgestellt wurde. Am 7. September waren insgesamt 44 Menschen bei dem Unglück in Zentralrussland ums Leben gekommen.

Offenbar hatte einer der Piloten gesundheitliche Probleme und daher ein verbotenes Medikament eingenommen. Das habe zum Unglück beigetragen, teilte der Leiter der Untersuchung, Alexei Morozow mit.

Wie Morozow laut einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" erläuterte, seien die Piloten auf einem anderen Flugzeug-Typ geschult worden und hätten nie gelernt, die Bremspedale der Maschine vom Typ Jak-42 richtig zu bedienen. So hätten sie ihre Füße während des Starts auf dem Pedal gelassen, wodurch die Maschine beim Starten abgebremst wurde.

Die Crew hätte außerdem den verhängnisvollen Fehler begangen, das Startmanöver nicht rechtzeitig abzubrechen, obwohl die Zeit dafür ausgereicht hätte. Technisch sei die Maschine vom Typ Jak-42 in Ordnung gewesen, hieß es.

Bei dem Unglück war die gesamte Mannschaft des dreimaligen russischen Meisters ums Leben gekommen, nur ein Bordingenieur überlebte.

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